Einsturz: Haus bleibt unbewohnbar
Das teilweise eingestürzte Bauernhaus in Lendorf bleibt gesperrt, die Familie wohnt bei Verwandten. Der Schaden wird auf 150.000 Euro geschätzt.

Foto © StöflinDas einsturzgefährdete Bauernhaus in Lendorf wurde umfangreich gesichert, bewohnbar ist es derzeit aber nicht
Große Sicherungsmaßnahmen wurden beim schwer beschädigten Bauernhaus in Lendorf, dessen Südfront Montag früh nach einem Wasserrohrbruch zusammenbrach, vorgenommen. Der Statiker Hartmut Stranner, der von Bürgermeister Gottfried Willegger (oberste Baubehörde) beigezogen wurde, sagt: "Es wurde bis in die Nacht gearbeitet. Vor allem sind die Hausecken rigoros zu sichern, damit nicht weitere Teile des Hauses in Mitleidenschaft gezogen werden." Gestern wurde die offene Südfront abgestützt und der am Sonntag von Landwirt Franz Kohlmayr (59) geschaffene Graben entlang des Fundamentes erneut freigelegt, um Details der Ursache, die zum Einsturz der Hauswand führte, zu finden.
Wie die Kleine Zeitung berichtete, platzte die Wasserleitung vor dem Haus und die Wassermassen gelangten in den Keller und unterspülten auch das Fundament. Dieses rutschte weg und riss die Gesteinsmauer zum Teil bis in den ersten Stock weg. Zwei Kinder (4 und 8) sowie Barbara und Franz Kohlmayr, vulgo Lukas, konnten sich aus dem Haus retten, müssen aber für längere Zeit bei Verwandten wohnen. Denn beim Gebäude "sind wir noch in der kritischen Phase", sagt Stranner. Die Schadenshöhe ist noch unklar, erste Schätzungen ergeben bis zu 150.000 Euro.
Verzweifelt
"Die Kinder lasse ich gar nicht an das Chaos heran", sagt Barbara am Rande der Verzweiflung und: "Geld und Kraft sind nicht mehr vorhanden. Vor einem Jahr der Stallbrand und jetzt das", klagt sie, während ihr Mann bei den Sicherungsarbeiten mithilft.
Die Wasserleitung wird von der Wassergenossenschaft Lendorf betrieben: "Wenn die Sicherungs- und Baumaßnahmen beim Haus fertig sind, werden wir vor dem Winter die Hauptwasserleitung neu verlegen", erklärt Obmann Willegger.














