Die "Seenixe" am Millstätter See ging unter
Boot-Shuttle-Dienst in der Millstätter-SeeWestbucht in Seeboden wurde aufgrund mangelnder Frequenz für den Rest der Saison schon wieder eingestellt. An Lösung für 2011 wird gearbeitet.

Foto © KK/PrivatAls die "Seenixe" Ende Juli 2009 erstmals in See gestochen war, gab es noch viele fröhliche Gesichter
Ein Jahr konnte sich die "Seenixe" über Wasser halten, jetzt ist die Zille in Seenot geraten. Vor wenigen Tagen musste der Boot-Shuttle in der Millstätter See Westbucht in Seeboden den Überfuhrdienst einstellen, weil die Frequenz zu niedrig war.
Die Schuster Schifffahrt wurde Mitte Juni von der Gemeinde Seeboden, als Eigentümerin des Bootes, beauftragt, den Service durchzuführen. Im Vorfeld war aufgrund von Unfinanzierbarkeit fraglich, ob der Betrieb dieses Jahr aufgenommen werden kann.
Schließlich stellte die Gemeinde 10.000 Euro für "Seenixe" und die, ebenfalls von der Schuster Schifffahrt betriebenen, Radfähre "Peter Pan" für 100 Betriebstage bereit. Während die Radfähre im Angebot der Millstätter Inclusive Card (MIC) enthalten ist und gut genutzt wird, wurde die "Seenixe" von Gästen und Einheimischen stark vernachlässigt, weil je nach Strecke zwischen 1,70 und 3,50 Euro zu zahlen waren.
Verlustgeschäft
Silke Schuster: "Im Schnitt hatten wir vier Gäste pro Tag und in 62 Betriebstagen nicht mehr als 580 Euro eingenommen." Der Vorschuss seitens der Gemeinde ist laut Schuster aufgebraucht: "Für die restlichen 38 Tage hätten wir aus eigener Tasche dazuzahlen müssen. Das kann von einem Familienunternehmen niemand verlangen." Seebodens Tourismusreferent Ino Bodner hofft, dass die "Seenixe" nächstes Jahr in die MIC aufgenommen wird.
Heute gibt es mit MIC-Initiator und Bürgermeister von Millstatt, Josef Pleikner, dazu ein Gespräch. Pleikner: "Nachdem die ,Seenixe' kaum Einnahmen hat, wird das schwierig werden." Ein Kraftakt der Touristiker ist jedenfalls nötig, um die "Seenixe" vor dem Untergang zu bewahren.
Features
Geschichte
Juli 2009. Das Bucht-Shuttle "Seenixe" nahm seinen Betrieb auf. 40.000 Euro wurden über die Erlebnisreise WasserLeben in die Zille investiert.
März 2010. Die Kosten waren der Gemeinde Seeboden zu hoch, der Sommerbetrieb fraglich.
August 2010. Das Budget war Mitte August aufgebraucht, der Betrieb wurde eingestellt.













