Heute drückt er für Chile die Daumen
Seit drei Jahren lebt der angehende Krankenpflegehelfer Rodrigo Cuevas in Oberkärnten.

Foto © PirkerRodrigo Cuevas schlüpfte in den heimatlichen Fußballdress
Fußball ist in den lateinamerikanischen Ländern der Nationalsport", sagt Rodrigo Cuevas, der aus Chile stammt und seit drei Jahren in Oberkärnten lebt. Als Kind spielte er mit seinen Freunden bis tief in die Nacht auf der Straße Fußball. Chile als WM-Teilnehmerland zu sehen, erfüllt den 33-Jährigen mit besonderem Stolz. "Es wäre natürlich schön, wenn ich es erleben könnte, dass Chile Weltmeister wird."
Die chilenische Liga verfolgt der angehende Krankenpflegehelfer im Internet. Bei der Weltmeisterschaft lässt er kaum ein Spiel aus. "Als Chile gegen Honduras und die Schweiz gespielt hat, war ich besonders nervös und habe mit meinen Landsleuten mitgefiebert. Es wird heute gegen Spanien nicht anders sein", erzählt Cuevas, der über seine Kärntner Ehefrau Margit, die er in Chile kennengelernt hat, nach Pusarnitz kam. Das vierjährige Töchterchen Yanka rundet das Familienglück ab. Seit zwei Jahren lebt die Familie in Molzbichl (Stadtgemeinde Spittal). Cuevas hat sich gut in die Dorfgemeinschaft integriert. Das Singen im Männergesangsverein (MGV) "Liederquell" Molzbichl macht ihm großen Spaß - an seinen Beinamen "Indianer im Kärntneranzug" hat er sich bereits gewöhnt. Mit dem Mountainbike entdeckt er Oberkärnten. Mit seinen gefühlvollen Liedern aus der Heimat, von der Gitarre begleitet, hat er sich in die Herzen der Oberkärntner gespielt, zuletzt bei einem Benefizkonzert für Erdbebenopfer in Chile, das der MGV und befreundete Chöre veranstaltet hatten. MARTINA PIRKER














