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Zuletzt aktualisiert: 21.05.2010 um 20:16 UhrKommentare

Seerestaurant jetzt mit "Durchblick"

Es werde Licht: Architekt Hollein besichtigte Baustelle des neuen Restaurants am Südufer des Millstätter Sees. Das aus den Plänen "verschwundene" Fenster wird jetzt doch eingebaut.

Aussicht nicht nur von der Terrasse, sondern auch aus dem Lokal: Rechts der Schiebetür wird ein Fenster ausgeschnitten

Foto © rie-pressAussicht nicht nur von der Terrasse, sondern auch aus dem Lokal: Rechts der Schiebetür wird ein Fenster ausgeschnitten

I n der Geschichte um das "verlorene" Fenster im neuen Spittaler Seerestaurant scheint sich ein Happy End abzuzeichnen. Der Wiener Stararchitekt Hans Hollein war am Donnerstag vor Ort, um sich selbst einen Eindruck vom Baufortschritt des Projekts am Südufer des Millstätter Sees zu verschaffen: "Es war zwar so, dass die Stadtgemeinde den ursprünglichen Plan für das Restaurant aus Kostengründen redimensionieren ließ und der Meinung war, ein Fenster wäre nordseitig nicht mehr nötig, aber auf den jüngst entstandenen dringenden Wunsch hin, wird nun doch eines kommen."

Laut Hollein wäre das Restaurant auch ohne dieses Fenster lichtdurchflutet genug gewesen, weil die gesamte Westseite aus einer einzigen Glasfront bestehe und im Norden eine fünf Meter breite Schiebetür aus Glas vorgesehen ist. Insgesamt besitzt das Lokal über 50 Quadratmeter an Fensterflächen. "Von uns aus ist die Fensterfrage ein für alle Mal geklärt", betont Hollein. Vom technischen Aufwand her, sei es kein großes Problem, das Fenster im Nachhinein auszuschneiden, weil das Gebäude noch keine Außenhaut hat. Die wird demnächst in Form einer silbrig schimmernden Farbe aufgetragen.

Aussichtsreiche Eröffnung

Bürgermeister Gerhard Köfer betonte mehrfach, dass auf dem Einreichplan, den er genehmigt hatte, ein Fenster mit Blick in Richtung Nordufer vorgesehen war. Nach Adaptierungen der Pläne sei das Fenster irgendwann von den Architekten herausgestrichen worden. Ihm war bei einem von der Kleinen Zeitung initiierten Lokalaugenschein am vergangenen Freitag unerklärlich, wie es dazu kommen konnte, dass es in Richtung See bis auf die Schiebetür keinen Ausblick gibt. "Es gibt kein Seerestaurant ohne Seeblick. Diese Forderung konnten wir nun durchsetzen. Es wird ein vier mal 1,7 Meter großes Fenster kommen", blickt Köfer einer aussichtsreichen Eröffnung Anfang Juli entgegen.

MARTINA PIRKER

PROJEKT SEERESTAURANT

Idee. Das neue Restaurant im Spittaler Strandbad am Südufer des Millstätter Sees ist ein Objekt eines fünfteiligen, von Architekt Hans Hollein geplanten, Ensembles. Auf Initiative der Gebrüder Soravia entstehen neben dem Restaurant vier Künstlerresidenzen. Baubeginn dafür sollte noch dieses Jahr sein.

Verkleinerung. Aus Kostengründen sah sich die Stadtgemeinde Spittal, die in das Restaurant knapp 400.000 Euro investiert, gezwungen, das ursprünglich geplante Gourmet-Restaurant mit Abendbetrieb, zu verkleinern.

Badebetrieb. Nun konzentriert sich die Stadtgemeinde auf den Badebetrieb an Schönwettertagen. Daher wurde der Innenraum eher klein gehalten. Die vorgelagerte Balkonterrasse bietet dafür rund 100 Gästen Platz.

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