Bauwerber kämpft um Walddorf-Widmung
Seit 15 Jahren plant Peter Schmölzer aus Pusarnitz, eine Wohnanlage mit 36 Häusern zu bauen. Aus widmungstechnischer Sicht ist die Realisierung derzeit ungewiss.
Der Realisierung des Walddorfes ist für Peter Schmölzer aus Pusarnitz nähergerückt. Zwei Voraussetzungen für das Dorf mit 36 Niedrigenergiehäusern haben ihm vergangene Woche noch gefehlt - die Kleine Zeitung berichtete.
Zum einen die Umwidmung, zum anderen das Einverständnis der Agrargemeinschaftsmitglieder, die Dorf-Zufahrt über ihre Gründe zu bauen. Letzteres ist ihm mit einer Dreiviertel-Mehrheit in der jüngsten Vollversammlung eingeräumt worden. Widmungstechnisch sieht die Sache schwieriger aus, denn das Projekt ist nicht im neuen örtlichen Entwicklungskonzept (ÖEK) vorgesehen und wurde laut Bürgermeister Rudolf Hartlieb im Gemeinderat mehrheitlich abgelehnt. "Das kann ich nicht nachvollziehen, bisher gab es seitens der Gemeindemandatare stets Ermutigungen, das Dorf zu bauen", sagt Schmölzer.
14 Interessenten
"Für eine Widmung muss das Projekt zunächst in das ÖEK aufgenommen werden, was aber nicht der Fall ist. Daher hat Schmölzer auch keine Chance, die Umwidmung seines Waldes in Baugrund zu beantragen", betont Hartlieb. Schmölzer bleibt hartnäckig, schließlich verfolgt er das Projekt seit 15 Jahren und investierte 130.000 Euro in Projektierung und Grundankauf für die Zufahrt: "Die Gemeinde braucht Jungfamilien, um Schule und Kindergarten erhalten zu können. In mein Projekt würden sieben Millionen Euro fließen. Es gibt bereits 14 Interessenten."
Gerhard Oleschko, zuständig für Raumordnung im Büro von Landeshauptmann-Stellvertreter Uwe Scheuch: "Der Vorentwurf zum ÖEK liegt derzeit zur Begutachtung beim Land. Schmölzer hat, wenn es vorliegt, die Chance Einwendungen zu machen, die erneut im Gemeinderat behandelt werden müssen."














