Weitere Mängel im Amt
Im neuen Amtsgebäude von Malta funktionieren Be- und Entlüftung sowie Heizung nicht wunschgemäß. Lösung sei laut Experten in Sicht.
V iel Zeit und Kraft hat die Generalsanierung des Gemeindeamtes in Malta gekostet. Nachdem Kurt Hofer, Obmann des Österreichischen Zivilinvalidenverbands (Öziv) Spittal, Anfang dieser Woche auf die nicht behindertengerechte Auffahrtsrampe und Eingangstür vor dem neuen Amt aufmerksam machte, meldete sich nun auch Gemeindevorstand Norbert Enders (SPÖ) zu Wort: "Das Gemeindeamt weist weitere große Mängel in seiner Funktion auf. Bei der Planung der Glasfassade, die ursprünglich als Fotovoltaik angedacht war, wurde scheinbar kein Gedanke daran verschwendet, dass hinter der Fassade Menschen arbeiten und die darin angestaute Wärme - im Sommer bis zu 30 Grad - ausgetauscht werden muss." Enders, der selbst in der Baubranche tätig ist, kritisiert auch die fehlende Beschattung und die mangelhafte Klimatisierung des Sitzungssaals.
Kaum Mitspracherecht
"Die Gemeinde ist ihrer Mitwirkungspflicht als Bauherr immer nachgekommen, sie wurde aber vom Architekten nicht immer gehört", betont Enders, der als Mandatar einem Architektenwettbewerb mit kaum vorhandenem Mitspracherecht für den Bauherrn nie mehr zustimmen würde. Vizebürgermeister Gerhard Moser (FPK) fungierte als Baukoordinator. Er macht keinen Hehl daraus, dass die Be- und Entlüftung des Gebäudes und auch die Heizung falsch dimensioniert sind. "Das Haus darf aber nicht schlechtgeredet werden. Es gibt ein paar Probleme, an deren Lösung Heizungstechniker und Bauphysiker derzeit arbeiten", sagt Moser.
Bürgermeister Klaus Rüscher (Namensliste): "Die Gemeinde hat um 1,5 Millionen Euro ein funktionierendes Gebäude bestellt. Nach teils heftigen Diskussionen, gibt es nun mit dem Architekten einen guten Dialog."













