"Wandel ist die einzige Konstante"
Die MTG-Geschäftsführerin Maria Wilhelm will die Region Zell am See/Kaprun managen.
Maria Wilhelm (47), seit elf Jahren Geschäftsführerin der Millstätter See Tourismus GmbH (MTG), könnte die Region schon bald verlassen. Die gebürtige Salzburgerin hat sich als Tourismusmanagerin für die Region Zell am See/Kaprun beworben und wurde unter die drei am besten geeigneten Kandidaten gereiht.
Sie haben sich für die Leitung einer der bedeutendsten Urlaubsregionen Österreichs beworben?
MARIA WILHELM: Ja, das ist richtig. Ich möchte mich gerne weiterentwickeln, sowohl auf der persönlichen als auch auf der beruflichen Ebene.
Der Reiz des Neuen lockt Sie vom Millstätter See nach elf Jahren weg?
WILHELM: Mein persönlicher Leitspruch, der mich schon viele Jahre durchs Leben geleitet, lautet: Nichts ist beständiger als der Wandel. Im Sinne einer Weiterentwicklung ist das Beschreiten von neuen Wegen sinnvoll.
Haben die Querelen mit der Stadtgemeinde Spittal (Anmerkung der Redaktion: Spittal trat aus der MTG aus, weil sich die Stadt von Wilhelm nicht ausreichend vertreten fühlt) Ihre Entscheidung beeinflusst?
WILHELM: Natürlich haben mich Aussagen, die aus Spittal kamen, persönlich sehr getroffen. In meiner Arbeit habe ich mich davon nicht beeinflussen lassen, da ich ein sehr sachlicher Mensch bin. Und meine Entscheidung, beruflich neue Wege zu beschreiten, hat es nicht beschleunigt.
Was lockt Sie ins heimatliche Salzburg zurück?
WILHELM: In der Region Zell am See/Kaprun wollen die Verantwortlichen eine neue Marke aufbauen. Der berufliche Anspruch und die neue Arbeit in einem neuen Umfeld sehe ich als persönliche Herausforderung. Bis jetzt ist aber noch nichts entscheiden. Sollte es bei mir zu einer Veränderung kommen, so wird dies sicher auch nicht von heute auf morgen passieren. INTERVIEW: ANDREA STEINER
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ZUR PERSON
Maria Theresia Wilhelm stammt aus dem Flachgau. Sie studierte Politik und Wirtschaft, absolvierte in Innsbruck das Fremdenverkehrskolleg. Ihre berufliche Laufbahn begann die 47-Jährige in der Zugspitz-Arena, es folgten Stationen in London und Südtirol. 1999 kam Wilhelm an den Millstätter See, wo sie dem Blondinen-Treffen-Erfinder Hannes Naderhirn nachfolgte. Ihr gelang es, die finanziell und touristisch ins Trudeln geratene Region neu zu positionieren.














