Sie wollen fließende Lieser erhalten
Neugegründete überparteiliche "Interessen-gemeinschaft Lieser" kämpft gegen Kraftwerkpläne am Fluss zwischen Seeboden und Spittal.
Wir wollen die Bedeutung der Lieser und das öffentliche Interesse an der Erhaltung dieses Flusses aufzeigen." Das ist das Motto der neuen "Interessengruppe Lieser" - kurz "IG Lieser". Die "Aktivisten zum Erhalt des Lieserflusses" rund um Gerhard Worsche haben sich zusammengetan, nachdem bekannt geworden war, dass der Klagenfurter Investor Walter Moser ein Laufkraftwerk im Bereich von Lieserbrücke bis Spittal errichten will. Moser stand kürzlich im Gemeinderat von Seeboden den Mandataren zu seinem Projekt Rede und Antwort. Günther Klösch, der Fischereiberechtigte in diesem Flussabschnitt, brachte gegen den Ausbau seine Argumente vor.
Die Marktgemeinde Seeboden ist deshalb mit dem Projekt befasst, weil sie ein 501 Quadratmeter großes, relativ wertloses Grundstück an Moser verkaufen soll. Die Pro- und Kontra-Meinungen im Gemeinderat gingen durch alle Fraktionen, die Entscheidung zum Verkauf wurde schließlich auf die Gemeinderatssitzung vom 1. April vertagt.
"Das ist der Grund, dass wir jetzt die IG Lieser gründen. Wir müssen schnellstens erreichen, dass die Mandatare erkennen, welche dramatische Entwicklung der Natur in der Lieserschlucht droht, wenn es zum Kraftwerksbau kommt. Nur die Seebodener Mandatare haben die Chance, ein Austrocknen des Lieserbettes zu verhindern", sagt Worsche. Florian Hubmann denkt weiter: "Wir wollen die Lieser in ihrer ganzen Länge schützen." Im Proponentenkomitee sind vertreten: Gerhard Löffler (EDV, kreierte die Homepage www.lieser.at), Jörg Peter Schusser (Millstatt), Volker Ertl (Spittal, Geologe), Hannes und Günther Klösch (Seeboden, Fischerei), Erich Auer (ÖAV-Naturschutzreferent) und Michael Mark (Spittal).
Schützenhilfe
Worsche befürchtet, dass mit dem Bau eines Kraftwerkes - Wasserfassung in Seebach, Rohrleitung bis zum Marienheim in Spittal - "kein Paddelsport, kein Fischen und keine touristische Aktivitäten" mehr möglich sind.
Schützenhilfe bekommt die IG Lieser seit Dienstag vom Umweltdachverband in Wien: "Das geplante Kraftwerk in der Lieserschlucht ist eines von zehn am gesamten Fluss. Alle Projekte betreffen ökologisch ,gute' bis ,sehr gute' Wasserabschnitte der Lieser. Außerdem bringen alle zehn Projekte nur eine Leistung von etwa einem Salzach-Kraftwerk - also wenig Nutzen bei viel Gewässerzerstörung", sagt Gerhard Heilingbrunner, der Präsident des Umweltdachverbandes.











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