"Grüne" Trendwende gefordert
Zahlreiche politische Reaktionen zu Gabor-Schließung in Spittal.
SPITTAL. "Es ist der Initiative von Bürgermeister Gerhard Köfer, dem Seniorchef des Konzerns, Joachim Gabor, die Ehrenbürgerschaft zu verleihen, zu verdanken, dass die Firma Gabor so lange ihren Standort in Spittal aufrecht erhalten hat. Durch diese Initiative konnten noch mehrere Hundert Mitarbeiter über Jahre ihren Arbeitsplatz behalten. Dass jetzt der Konzern in Billiglohnländer abwandert, dafür kann weder die Stadtgemeinde Spittal noch Bürgermeister Köfer verantwortlich gemacht werden", deponierte Vizebürgermeister und Wirtschaftsreferent Hartmut Prasch gestern in einer Presseaussendung. Zu Wort gemeldet haben sich auch die Grünen.
Sie richten einen dringenden Handlungsappell an Köfer: "Der Rückzug von Gabor war seit Langem absehbar. Trotzdem hat Köfer seinen Kopf in den Sand gesteckt und ist untätig geblieben. Damit hat es auch er mitzuverantworten, dass im Bezirk Spittal an der Drau derzeit 4800 Menschen arbeitslos sind. Spittal braucht dringend eine Trendwende im Arbeitsmarktbereich. Köfer ist jetzt gefordert, Impulse zu setzen und Zukunftsbetriebe nach Spittal zu holen", erklärt Günter Krammer, Bezirkssprecher der Grünen Spittal. "Nach dem abzusehenden Ende der Schuhproduktion durch die Firma Gabor stehen wir vor mehreren Problemen", sagte Roland Mathiesl, Fraktionssprecher der Grünen im Spittaler Gemeinderat. "Grüne" Technologien könnten hier qualifizierte Arbeitsplätze schaffen, und diese auch nachhaltig absichern, wobei man das Rad nicht neu erfinden müsste, da mit der Firma Geotec bereits Zukunftsträger vor Ort sind.
"Gegenseitige Schuldzuweisungen, wer denn nun Schuld am Ende der Firma Gabor in Spittal und dem Verlust von Arbeitsplätzen sei, sind unnötig und helfen niemandem", sagt Mathiesl.














