Das "Aufarbeiten" bei Gabor beginnt
Es gibt Interessenten für das Areal des Damenschuh-Erzeugers Gabor in Spittal, der mit Jahresende den Standort aufgibt. Einer kämpft mit der "Kärnten-Politik".

Foto © Rie-PressDie Wohnhäuser des Gabor-Geländes kauften Stadtgemeinde und Seebodener Firma
Nach der Hiobsbotschaft von Montag, dass der Schuhhersteller Gabor Ende 2010 seine Aktivitäten am Standort Spittal einstellt, müssen nun alle Betroffenen dieses neue Szenario "aufarbeiten". Laut dem Spittaler Geschäftsführer Leopold Ebner "haben wir bewusst sehr früh allen unsere Lage mitgeteilt, viel früher, als es das ,Frühwarnsystem' am Arbeitsmarkt verlangt. Jeder unserer 170 Mitarbeiter kann so zeitgerecht reagieren". Im April starte die letzte Musterkollektion in Spittal, mit der man bis Oktober befasst sein werde. "Danach gibt es bis Jahresende keinen Stillstand: Entweder gibt es einen Käufer für unser Areal - dann müssen wir die Übergabe organisieren. Falls nicht, werden wir bis Jahresende 1500 Paar Schuhe täglich produzieren und haben aber anschließend das Problem, das Gelände sauber zu halten", sagte Ebner.
Nur als Ganzes
Laut Ebner will "Gabor shoes" das 32.000 m2 große Areal in einem verkaufen: "Es gibt einen Interessenten für etwa 8000 m2 und Gespräche für mehr Fläche mit teils visionären Interessenten. Wirklich Konkretes gibt es aber nicht." Bereits verkauft wurden die in den späten 1960er-Jahren errichteten Wohnblöcke nahe dem Firmengelände. Einen kaufte 2001 die Stadtgemeinde Spittal, den zweiten "Tribelnig Immobilien" in Seeboden.
Sinnvoll gelegen
Ein Interessent für das Gabor-Gelände ist auch der Seebodener Hermann Schweiger: "Mit Gabor - der Familie ist für ihr jahrzehntelanges Engagement für Oberkärnten aufrichtig zu danken - bin ich seit Wochen im Gespräch. Das Areal ist für eine tolle Stadtentwicklung günstig gelegen." Details seiner Vorhaben wolle er keine preisgeben, weil "ich kein Ideenlieferant für andere sein will". Viel schlimmer treffe ihn die politische Situation in Kärnten: "Kärnten hat ein so schlechtes Image, dass Banken nicht gewillt sind, hier in Projekte einzusteigen." Für seine Zukunftsprojekte habe er zwei Partner an der Hand, allerdings scheitere alles (noch) an der Finanzierung.











-Anzeigen
