Nationalpark wird größer und modern vermarktet
Nationalpark Hohe Tauern wird 2011 erweitert, riesige Jagdfläche wird heuer angepachtet.

Foto © KK / NP
Nächstes Jahr wird er 30 Jahre alt: der Nationalpark Hohe Tauern, an dem die Bundesländer Kärnten, Salzburg und Tirol beteiligt sind. Damals von Grundbesitzern bekämpft und abgelehnt, heute Aushängeschild für sanften Tourismus und von den Grundeigentümern so geschätzt, dass sie freiwillig Boden für den Vertragsnaturschutz zur Verfügung stellen. 1600 Hektar Fläche im Oberen Mölltal sollen nun pünktlich zum 30-Jahr-Jubiläum 2011 dem Nationalpark hinzugefügt werden, gaben Nationalparkreferent Uwe Scheuch und Nationalparkdirektor Peter Rupitsch bekannt. "Die Gemeinden haben Bereitschaft signalisiert und die Grundbesitzer schätzen uns als verlässlichen Partner", freut sich Rupitsch.
25.000 Hektar Jagdgebiet wird der Nationalpark heuer anpachten, um die internationale Anerkennung zu sichern. Dort wird gezieltes Wildtiermanagement betrieben, Jagdleitung und Wildhüter haben sich auf neue Fairnessregelungen geeinigt. Auch in den Bereichen Bildung, Wissenschaft, Forschung und Besucherlenkung konnte das Budget von 2,6 Millionen Euro sinnvoll verwendet werden, betonte Scheuch, dieses Jahr Vorsitzender des Nationalparkrates.
Zum vierten Mal wurden junge Bartgeier ausgewildert, Steinwild wurde elektronisch "besendert". 5000 Schülern nahmen an betreuten Projektwochen teil. Fast eine Million Übernachtungsgäste besuchten 2009 die Region, im neuen Reisemagazin Geo Saison Teil der "Traumpfade im Wanderland". Seit dem Relaunch des Webportales ist sie im Internet unter dem neuen Dach der Kärnten Werbung virtuell erlebbar (www.nationalpark-hohetauern.at). Heuer soll ein digitales Tourenportal folgen.
Die im September gestartete Zusammenarbeit mit Tirol, Salzburg und der Großglockner Hochalpenstraße AG zur gemeinsamen touristischen Entwicklung der Region soll heuer vertieft werden. Einheitliche Vermarktung und Beschilderung soll den Wiedererkennungswert fördern.











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