Urnenspirale für den Stadtfriedhof
Neben 270 neu geschaffenen Urnen-Grabstätten geht demnächst am Spittaler Friedhof ein neues, digitales Besucher-Leitsystem in Betrieb.

Foto © PirkerDie von Ebner geplante Urnenspirale am Stadtfriedhof trägt dem Trend der Feuerbestattung Rechnung
J ede zweite Bestattung ist eine Kremation", sagt Christian Ebner, Leiter der städtischen Bestattung Spittal. Um dem Trend zur Feuerbestattungen Rechnung zu tragen, plante er eine Urnenspirale, die 270 Urnensäulen Platz bieten wird.
"Moderne Friedhofsplanung bedeutet, in die Zukunft zu schauen. Wir haben jetzt die freie Fläche genutzt, um sie landschaftlich großzügig gestalten zu können", sagt Ebner. Ins Auge sticht der weiße, kreisförmig um eine aus dem Schloss Porcia stammenden Urnensäule angelegte, Kies. Circa 1,5 Quadratmeter, die von den Angehörigen individuell gestaltet werden können, macht ein Urnengrab aus. Eine in Österreich einzigartige Neuerung wird es ab Sommer geben, nämlich eine "intelligente Friedhofskarte". Man kann sich darunter einen digitalen, für alle Besucher zugänglichen Informations-Terminal vorstellen.
7500 Grabstätten
Grundlage ist laut Gernot Paulus, Professor an der Fachhochschule Kärnten, eine digitale Luftbildaufnahme vom Stadtfriedhof, auf der über 7500 Grabstätten eingezeichnet und nummeriert wurden. Mittels Touchscreen kann der Besucher das Grab, wenn er den Namen eingibt, suchen. Prompt werden ihm der kürzeste Weg, Hindernisse wie Stufen und der nächstgelegene Brunnen gezeigt. Die Studenten des Studienbereichs Geoinformation setzten sich zum Ziel, einen Friedhof mit all seinen relevanten Objekten darzustellen.
"Im Fall des Spittaler Friedhofs ist das eine sehr komplexe Angelegenheit", schildert Paulus. Große Soldatenfriedhöfe in Amerika bedienen sich dieser Systeme. "Allerdings ist unseres wesentlich ausgereifter, leichter zu handhaben und für andere Friedhöfe leicht adaptierbar", zeigt sich Paulus stolz über die Projektarbeit seiner Studenten.
Features
Infoterminal
Leitsystem: Studenten der Fachhochschule Kärnten, Fachrichtung Geoinformation, entwickelten für den Spittaler Stadtfriedhof ein neues, digitales Besucherleitsystem.
Funktion: Auf der Grundlage eines Luftbildes wurden an die 7500 Grabstätten eingezeichnet, durchnummeriert und mit allen Infos, die auf den Grabsteinen zu finden sind, versehen. Mittels Internetabfrage können Besucher ab Sommer Gräber auf der Karte suchen und erhalten einen genauen Lageplan.













