Grüner Daumen wurde Langfinger
Bonsai-Fans raubten Bäume um 72.000 Euro aus Baumschulen. Täter stahlen die Pflanzen aus einer steirischen Baumschule und dem Bonsai-Museum in Seeboden.

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Die Liebe zu den Pflanzen kostet viel, wie Hobbygärtner wissen. Aber einem Blumenfreund (40) aus Wolfsberg und seinem Ebenthaler Komplizen (53) kommt die grüne Gier teuer zu stehen.
Der Lavanttaler, ein ehemaliger Postler und mittlerweile AMS-Empfänger, stahl im vergangenen Sommer in mehreren Nächten rund 30 Bonsai-Bäume aus einer steirischen Baumschule und dem Bonsai-Museum in Seeboden. In das Museum brach er so oft ein, bis ihn eine neu installierte Alarmanlage überführte. Der 53-Jährige half bei einem Einbruch und versteckte mehrere Bäume in seinem Haus. "Zuerst hatte ich eine Hand voll Bonsais. Es wurde zur Sucht, ich träumte von den Bäumen", erzählte der wegen gewerbsmäßigen Diebstahls Angeklagte gestern Richterin Sabine Roßmann und den Schöffen am Klagenfurter Landesgericht. Er habe im Zwang gehandelt. Über den 40-Jährigen wird erneut verhandelt, da ihm der von den Geschädigten angegebene Schaden von 72.330 Euro rund drei Mal zu hoch erscheint. Er forderte ein Gutachten ein.
Dem bisher Unbescholtenen drohen bis zu zehn Jahre Haft. Sein Komplize wurde zu 2160 Euro Geldstrafe und vier Monaten bedingt mit dreijähriger Probezeit verurteilt, er nahm an.








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