Gegen Räusche jeder Art
Borg-Schüler in Hermagor werden im neuen Jahr Grenzerfahrungen aufarbeiten. Projektinitiator ist die "Plattform gegen Alkohol und Drogen".

Foto © APDas Thema Rausch wird für Gailtaler Schüler und der "Plattform gegen Alkohol und Drogen" ein Langzeitprojekt
Unter dem Thema "Rausch" werden 45 Schüler der fünften Klassen des Bundes-Oberstufen-Realgymnasiums (Borg) Hermagor Grenzerfahrungen aufarbeiten. "Die Jugendlichen erhalten dafür eine besondere Ausbildung", sagt Hermagors Bezirkshauptmann Heinz Pansi. Im Sommer 2001 gründete Pansi mit Haupt- und Mittelschulen, Wirtschaftskammer, amts- und schulärztlichen Diensten, Sozialhilfeverband und Gendarmerie die "Plattform gegen Alkohol und Drogen".
Die Einrichtung, in der auch Schülervertreter sitzen und deren wichtigste Aufgabe es ist, "aufzuklären und auf bestehende Probleme hinzuweisen", hat das neue Projekt formuliert. "Bisher wurden die Themen von Erwachsenen vorgegeben, jetzt sollen Jugendliche aktiv werden und dadurch eine Verantwortung für Sucht bekommen", sagt Pansi.
Cocktails
Die Projektbegleitung am Borg übernehmen die Professoren Norbert Steirer und Barbara Köck, zwei ausgebildete Mediatoren. "Ab Februar 2010 wird mit den Schülern das Thema Grenzerfahrungen - wie Alkohol-, Geschwindigkeits- oder Höhenrausch - erarbeitet. Als praktische Übung ist auch ein Kletterkurs mit Experten angedacht", sagt Steirer, der auch Philosophie, Psychologie, Mathematik und Sozialmanagement unterrichtet. Das Thema Alkoholrausch übernehmen Spezialisten der Suchtprävention des Landes Kärnten. "Von diesen erlernen einige Schüler natürlich auch das Mixen von alkoholfreien Cocktails", sagt Steirer. Die ausgebildeten "Shaker" sollen dann bei verschiedenen Veranstaltungen zum Einsatz kommen.
Aufgearbeitet wird das Thema auch in der Kreativwerkstatt des Borg und im Deutschunterricht. "Die Ergebnisse werden dann im Juni öffentlich präsentiert", sagt Steirer, der von der Vorbildwirkung des Projektes überzeugt ist. "Wenn die am Projekt beteiligten Schüler nicht auf der 'Alkoholwelle' schwimmen, wirkt dies auch auf andere Jugendliche".













