Klärung für hohe Kosten
Die Anpassung der Kläranlage Spittal mit Millionen-Aufwand wird nun vom Rechnungshof überprüft. Prüfbericht wird Anfang 2010 vorliegen.

Foto © StöflinDie Arbeiten rund um die Anlage prüft der Rechnungshof
Seit vier Jahren wird mit veranschlagten 17 Millionen Euro die Anpassung der Verbands-Abwasserreinigungsanlage Spittal (VARA) auf den "Stand der Technik" umgesetzt.
Seit Monaten überprüft der Rechnungshof die Vorgänge um diese Großinvestition - das berichtete Stadtrat Hans-Jörg Gritschacher in der jüngsten Gemeinderatsitzung von Spittal. "Es gab Ende Oktober eine Besprechung mit drei Beamten des Rechnungshofes im Büro des Wasserverbands Millstätter See in Seeboden. Dort wurde der Verband über die Problem-Themen informiert, die seitens des Rechnungshofes angeprangert werden", erklärte Gritschacher, Vorstandsmitglied der VARA.
Gritschacher sagte, dass der Rechnungshof die fehlende Ausschreibung der Planungsarbeiten für die Sanierung der VARA als großes Manko ausfindig gemacht hat. "Dies hätte ein Einsparungspotenzial von 280.000 Euro ergeben", sagt Gritschacher.
Im Rechnungshofbericht, der Anfang 2010 vorliegen soll, wird auch der Bau des Regenüberlauf-Beckens nahe der VARA in Tangern bei Spittal kritisiert. "Das bestätigt meine von allen Anfang geübte Kritik an dieser Zwischenlösung", fühlt sich Gritschacher bestätigt. Das Regenüberlaufbecken wurde um 1,5 Millionen Euro gebaut, weil es im Verband noch Gemeinden gibt, die kein Trennsystem in der Kanalisation haben. Radenthein baut dieses derzeit, Spittal sollte schon längst Regenwasser- und Fäkal-Kanal trennen.
Features
Abwasserverband
WVM. Der Wasserverband Millstätter See wurde 1965 gegründet, die Gemeinden Seeboden, Millstatt und Obermillstatt waren die ersten Mitglieder. Heute umfasst das Einzugsgebiet 1000 Quadratkilometer von Malta, Bad Kleinkirchheim, Feld am See, Kolbnitz und Kleblach/Lind bis Spittal. Geschäftsführer ist Walter Wassermann.
VARA. Die Verbandsreinigungsanlage wurde nach drei Jahren Bauzeit 1984 in Betrieb genommen und nun im Zuge der Sanierung auf 130.000 Einwohner-Gleich-Werte vergrößert.
Anpassung. Auf Grund der Gesetzeslage musste die Anlage auf den "Stand der Technik" angepasst werden. Diese besagt, dass 70 Prozent des Stickstoffes in den Abwässern abgebaut werden muss. Ende des Jahres sind die Arbeiten fertig.













