Auch George Bush war schon zu Gast in seinem Club
Thomas Preuml aus Trebesing wanderte vor 25 Jahren nach Houston (Texas) aus. Jetzt ist er Generalmanager des größten Tennis- und Freizeitclubs in den Vereinigten Staaten.

Foto © PrivatDen eigenen Swimming Pool nutzen Susanne und Thomas Preuml in ihrem Eigenheim in Sugar Land gerne zur Erholung
Noch genau kann sich Thomas Preuml an den Tag erinnern, der sein Leben verändern sollte: Getrieben von der Neugier auf die große, weite Welt und mit läppischen 178 Dollar in der Tasche ist er damals auf und davon, um sich in Houston im US-Bundesstaat Texas ein neues Leben aufzubauen. "Es war für mich am Anfang nicht leicht, da ich sehr jung war, aber ich habe hart gearbeitet. Deshalb habe ich auch etwas erreicht", sagt der gebürtige Trebesinger stolz.
Als Koch nach Texas
Angefangen hat eigentlich alles mit einer Einladung von einem Verwandten, der bereits in Houston lebte und dort in einem Restaurant arbeitete. Es wurden noch Köche gesucht, die die deutsche Küche beherrschten. "Ich hatte die Kochprüfung, doch ich wusste nicht so recht, ob ich den Schritt wagen sollte. Doch dann ist meine Mutter gestorben, die immer nur das Beste für mich wollte und mich hielt irgendwie nichts mehr in Oberkärnten", sagt der 44-Jährige, der dennoch wusste, dass er viel hinter sich lassen musste: seinen Vater, seine Geschwister und seinen besten Freund. In den USA hat er in Restaurants und Hotels hart gearbeitet, bis er sich schließlich beim größten Tennis- und Freizeitclub der USA bewarb: beim Houston Racquet Club, wo er heute Generalmanager ist. "Ich sage immer, in Amerika kannst du beruflich alles machen, was du willst. Du musst es nur wollen und vehement verfolgen", ist Preuml überzeugt.
Clubmitglied George Bush
Der Privatclub hat 34 Tennisplätze und ist vor allem in Amerika sehr berühmt. Sogar Präsident George Bush senior ist ein Mitglied des Clubs. Heute lebt der gebürtige Trebesinger mit seiner Frau Susanne und Sohn Alexander in einer Stadt im Bezirk Houston, namens "Sugar Land". Dort zieht er sich gerne nach der Arbeit zurück oder geht manchmal golfen. "Houston ist einfach eine tolle Stadt und man kann alles machen. Es herrscht ein total anderer Lebensstil als in Kärnten. Alles ist viel schneller", sagt der Auswanderer, der auch manchmal zum Golf von Mexiko fährt, um sich zu entspannen. Der Oberkärntner hat sich zwar sehr gut in seiner neuen Heimat eingelebt, etwas gibt es aber schon, dass er aus seiner alten Heimat vermisst: die Trebesinger Kirchenglocken.
"Ich weiß auch nicht warum, aber sie fehlen mir einfach. Ich habe sie jeden Tag als Kind gehört", so Preuml. Aber auch die schönen Nockberge, die Kärntner Naturlandschaft, seine Freunde und seine Familie fehlen dem Liesertaler sehr. "Ich werde aber Gott sei Dank von meinen Freunden und Geschwistern immer mit Kärntnerliedern eingedeckt und so habe ich wenigstens ein kleines Stück Kärnten hier in Houston", sagt Preuml.
Features
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In diesem Haus wohnt Thomas Preuml mit Familie und HundFoto © Privat
Auslandsoberkärntner
Grenzenlos. Die "Kleine Zeitung" stellt in der Serie Personen vor, die sich in der Ferne ein neues Leben aufgebaut haben.
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