Museum im Wohnzimmer
Das Museum für Volkskultur präsentierte gestern eine CD-ROM, durch die es möglich wird, das ganze Museum von zu Hause aus zu erkunden.
Das Museum für Volkskultur in Spittal beherbergt eine der vier größten volkskundlichen Sammlungen in Österreich: 20.000 Exponate, die ausschließlich Schenkungen der Bevölkerung sind, werden in 50 Abteilungen auf 2600 Quadratmeter Fläche übersichtlich präsentiert. Trotzdem ist es für Besucher, die einen Rundgang durch die Stockwerke machen, nicht leicht, sich die Fülle von Eindrücken im Gedächtnis zu behalten. Diesem Manko wird jetzt mit einem virtuellen Führer Abhilfe geboten: Ganz entspannt kann man sich zu Hause auf die Couch setzen und den Museumsrundgang noch einmal im eigenen Tempo erleben. Alle Räume sind in hochwertigen 360 Grad-Vollbildpanoramen zu besichtigen, ein 3D-Grundriss des Schlosses erleichtert die Orientierung.
Von Raum zu Raum klicken
In den Sprachen Deutsch, Italienisch, Französisch und Slowenisch wird der Rundgang, der rund eine Stunde dauert, vermittelt. Benutzer der CD-ROM (Preis 17 Euro) können sich aber auch von Raum zu Raum klicken und alle Objekte so betrachten, als ob sie selbst im Raum stünden. Verantwortlich für das moderne Technik-Zusatzangebot ist Museumsdirektor Hartmut Prasch. Er, der sich in internationalen Museumsorganisationen ein gutes Netzwerk aufgebaut hat, kam in Dubrovnik bei einer Tagung mit Ervin Silic, dem Chef der kroatischen Multimediafirma Novena in Kontakt. Der Kroate nützt mit diesem Auftrag das Spittaler Museum als Sprungbrett, um im deutschsprachigen Raum präsent zu werden und verzichtet auf die Produktionskosten.













