Felssturz mit Folgen: "Roter Kopf" nur mit Ausrüstung besteigbar
Aufstieg von Lesachalmhütte in Kals auf "Roten Kopf" - mit Abstieg ins Mölltal - ist für Bergsteiger ohne Kletterausrüstung nicht mehr möglich.

Foto © KK/EderEiner der Bergsteiger saß auf der Scharte fest
Die Bergsteiger saßen am 7. August im Bergmassiv der Schobergruppe fest. Pilot Jörg Schnell, Flugretter Gerhard Eder und Notarzt Charlie Rhodius holten die zwei Alpinisten mit dem Osttiroler Notarzthubschrauber "Martin 4" aus der verzwickten Lage.
Das Duo wollte über den Höhenklettersteig von der Lesach-almhütte (1828 Meter Seehöhe) in Kals über das "Böse Schartl" zum "Roten Kopf"-Gipfel (3281 Meter Seehöhe) aufsteigen und anschließend zur Eberfelder Hütte (2346 Meter) ins Mölltal absteigen. Auf 1330 Meter Seehöhe gab es für die Bergsteiger zur Überraschung kein Vor und Zurück mehr. "In diesem Bereich gab es einen großen Felsabbruch und dadurch war dieser Abschnitt nicht mehr passierbar", klärte Flugsanitäter Gerhard Eder auf.
Warnung für Alpinisten
Einer der Alpinisten versuchte in Eigenregie einen "Ausweg" zu finden und stürzte fünf Meter ab. Er musste verletzt ins Lienzer Spital geflogen werden.
Eder warnt daher die Bergsteiger, die sich auf diesen Weg machen wollen, eindringlich: "Der Aufstieg von Osttiroler Seite aus auf den "Roten Kopf" ist für Bergsteiger ohne Kletterausrüstung nicht mehr möglich."
Durch den riesigen Felssturz in diesem Bereich sei es aussichtslos, in die Scharte zu kommen und somit auf die andere Seite des Berges. Eder: "Es wird unumgänglich sein, dort ein Stahlseil fix zu montieren, sonst ist eine Überquerung lebensgefährlich."










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