Bürgerinitiative in Radenthein: "Wir fordern sauberes Wasser"
Wasserleitungen in St. Peter (Radenthein) sollten seit Monaten erneuert werden. Bürgerinitiative appelliert an Gemeinderat, endlich zu handeln.
Der Bau der Wasserversorgungsanlage St. Peter-Untertweng in Radenthein ist ins Stocken geraten. Und das verärgert die Bürger, die in einer Petition das Anrecht auf sauberes Trinkwasser fordern.
Unterschriften-Sammlung. "Da das Leitungssystem völlig veraltet ist, haben manche Haushalte rostiges Wasser", schildert Rudolf Leeb, Sprecher der Bürgerinitiative, die Bürgermeister Martin Hipp und den Gemeinderat auffordert, alles daran zu setzen, die Finanzierung zur bereits projektierten Wasserversorgungsanlage zu sichern. Darüber hinaus steht die in Aussicht gestellte Sanierung der Straße vom Haslerwirt bis zur Kirche St. Peter an. "Sie wurde uns im Zuge des Wasserleitungsbaus, der vor Monaten in Angriff genommen werden sollte, versprochen", betont Leeb, der inzwischen über 100 Unterschriften gesammelt hat. Hipp ist für eine moderate Erhöhung der Wassergebühren, um das 1,7-Millionen-Euro-Projekt zu finanzieren.
Keine Gebühren-Erhöhung. Dagegen wehren sich die Stadträte Michael Maier (ÖVP) und Günther Oberwandling (BZÖ). Maier: "Beim Wasserhaushalt ist in den vergangenen Jahren schlecht gewirtschaftet worden. Es wurden keine Rücklagen gebildet. Es ist nicht einzusehen, dass die Bürger das ausbaden sollen. Wir haben die Gemeindeabteilung des Landes gebeten, uns bei der Finanzierung zu beraten und zu helfen." Oberwandling hatte in der vergangenen Periode das Wasserreferat über und kennt das Problem: "Bevor es zu einer Gebührenerhöhung kommt, müssen vorher alle Mittel ausgeschöpft werden, die zum Beispiel auch aus dem ordentlichen Haushalt kommen können."
Kein Risiko. Gesundheitliche Risiken für die einhundert betroffenen Haushalte schließt Hipp aus, weil das Wasser laufend kontrolliert wird. Dass die Bürger Druck machen, verstehen die Kommunalpolitiker und hoffen im Juni die Finanzierungsfrage zu klären.













