Ein Netz gegen die Handystrahlung
Spittaler "Handystrahlen-Rebell" Johann Kuhn fordert Anbringen von Netzen, die elektromagnetische Strahlen von Wohnungen fern halten.

Foto © StöflinJohann Kuhn (rechts) mit Gruber und Fassadenabschirmnetz, das Strahlung von Handy-Sender (links hinten) abhält
Es ist unverständlich, dass - trotz der anhaltenden Diskussion um die Auswirkungen der Handystrahlen-Belastung - bei Neubauten und Sanierungen von Häusern oder Wohnblöcken daran nicht gedacht wird." Ärgert sich Johann Kuhn, Ex-Gemeinderat und unermüdlicher Kämpfer in Sachen Schutzeinrichtungen gegen die Auswirkungen von Handystrahlen.
Sensibilisieren. Kuhn will Siedlungsgenossenschaften und Gemeinden dafür sensibilisieren, dass bei der Neugestaltung der Fassaden immer ein Abschirmgewebe eingeplant und aufgebracht wird. "Solche Abschirmgewebe gibt es schon seit vielen Jahren. Die Mehrkosten dafür betragen nur wenige Euro pro Quadratmeter, der Erfolg - vor allem für den Schutz der Gesundheit der Menschen - ist ungleich höher", bekräftigt Kuhn.
Falschaussagen. Kurioserweise wüssten selbst Wohnungsmieter kaum etwas von diesen Netzen: "Bei einer Mieterversammlung gab es zwar eine Anfrage, aber vom Bürgermeister die Information, dass nach Anbringung eines solchen Abschirmgewebes es nicht mehr möglich ist, im Haus zu telefonieren", ärgert sich Kuhn über Falschaussagen.
6000 Mikrowatt. Dass es anders ist, beweist Edmund Gruber von der Villacher Firma "Sto" vor Ort. Er stellt mit dem Handy eine Verbindung her und misst dessen Abstrahlung in einigen Metern Entfernung - das Messgerät zeigt fast 6000 Mikrowatt. Dann sperrt er das Handy in einen Koffer mit Abschirmgitter und es wurden nur noch wenige 100 Mikrowatt gemessen; der Grundwert bei diesem Strahlungstest und Ort in Spittal betrug rund 100 Mikrowatt.
Funkstille. Kuhn wundert sich, dass von offiziellen Stellen zu diesem Thema so gut wie nie Reaktionen erfolgen. Auch auf seine Anfrage in der Stadtgemeinde Spittal zu einem Wohnblock, der ab Herbst saniert werden soll, herrscht seit Wochen Funkstille. Auf unsere Anfrage sagte Bürgermeister Gerhard Köfer: "Ja, ich wurde davon informiert, wie die Entwicklung zeigt, sind die Bemühungen von Kuhn zu unterstützen."













