Heiligenblut: Pfarrhof soll Hotel weichen
Im Zentrum von Heiligenblut ist ein Hotel mit 200 Betten geplant. Dafür sollen Pfarrhof, ein Privathaus und das halbe Gemeindeamt "umziehen".

Foto © KKIn diesem Bereich an der Pfarrkirche Heiligenblut soll ein Hotel entstehen
Das Glocknerdorf Heiligenblut braucht für seine touristische Weiterentwicklung mehr Betten. Diese Erkenntnis - auch im ausgearbeiteten Masterplan festgehalten - soll umgesetzt werden. Ziel ist, 2015 im Dorf 3750 Betten zu haben.
Konkrete Formen. Der Plan von Bauunternehmer Günter Fürstauer aus Großkirchheim, ein Hotel mit 200 Betten an der Talstation der Großglockner Bergbahnen zu errichten, nimmt konkrete Formen an. Dazu müssten aber der Pfarrhof, das Privathaus von Alex Pichler und der hintere Trakt des Gemeindehauses abgerissen werden.
Zustimmung vorstellbar. Von der Diözese Gurk besteht die Bereitschaft, das Projekt mitzutragen. "Der Bauwerber bemüht sich um eine Ersatzfläche. Wenn es dient, die Hotellerie in Heiligenblut wieder auf Vordermann zu bringen, können wir uns eine Zustimmung vorstellen", sagte Fritz Breitfuss, Leiter der Bauabteilung in der Diözese. Ein neuer Pfarrhof nahe Kirche und Friedhof wäre für Pfarrer Ernst Kabasser akzeptabel, aber: "Ich bin neugierig, ob das bei dem Gelände technisch möglich ist." Fürstauer, der sein Projekt "durchziehen" will, sagt: "Ich handle gerade auf dem Tauschweg eine Ersatzfläche für den neuen Pfarrhof aus, der in Kirchennähe problemlos errichtet wird."
Grundsatzbesprechung. Im Gemeindehaus wären ein Friseursalon, zwei Wohnungen und der halbe Gemeindesaal betroffen. Bürgermeister Josef Schachner: "Vor einem Jahr hat es zum Hotelplan anhand einer Projektstudie im Rat eine Grundsatzbesprechung gegeben. Mehr weiß ich nicht." Alex Pichler, in dessen Haus ein Sportgeschäft, ein Appartement und eine Wohnung situiert sind, sieht kein Problem: "Mir muss Gleichwertiges geboten werden." Skeptisch aber nicht abweisend betrachtet Andrea Eder (Hotel Post) das Projekt, das vis-a-vis ihres Betriebes entstehen soll: "Es ist ein sensibler Standort mit wenig Platz. Ich kann mir die Umsetzung schwer vorstellen. Es würde im Talboden auch Baugründe geben."













