AMS-Leiter: "Selbstbewusstsein fehlt"
AMS-Leiter: Fördermittel sind gut investiert.

Foto © Stöflin
Der heutige "Tag der Arbeitslosen" soll aufzeigen, dass arbeitslos zu sein sämtliche Lebensbereiche beeinflusst. Wie kann das Arbeitsmarktservice Betroffenen helfen und ihr Schicksal ändern?
GERT SIMONITSCH: Es gibt eine Reihe von Qualifizierungsprogrammen und sozialökonomischen Projekten, die den Einstieg in die Arbeitswelt erleichtern. Sehr erfolgreich verläuft das Programm "Durchstarten" für Erwerbslose über 50 Jahre.
Was sind die Ziele dieser Wiedereinstiegs-Projekte?
SIMONITSCH: In erster Linie das Selbstbewusstsein der Menschen zu steigern und ihnen in der Gruppe das Gefühl zu geben, dass sie mit ihren Problemen nicht allein sind. Schon nach wenigen Wochen haben wir mit den Betroffenen ein Stärken-Profil erarbeitet, das ihnen Aufbruchstimmung verleiht. In solche Projekte für Wiedereinsteiger sind öffentliche Fördermittel gut investiert und jeder Cent rechnet sich doppelt.
Wie beurteilen Sie die allgemeine Situation am Arbeitsmarkt im Bezirk Spittal?
SIMONITSCH: Trotz Kündigungen aufgrund des Konjunktureinbruchs bei RHI und Gabor bin ich optimistisch. Die Klein- und Mittelbetriebe in unserer Region können flexibler auf die angespannte Lage reagieren als große Industriebetriebe. Die Arbeitslosenzahlen im Bezirk haben vorerst nur saisonale Gründe. Sollte die Krise dennoch zuschlagen, werden wir alles daran setzen, die Menschen durch Aus- und Weiterbildung wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren.













