Pflegeheim in der Schwebe
Auch Oberdrauburgs Pflegeheim ist vom Baustopp, den Landesrat Ragger verhängte, betroffen. Bürgermeister hofft noch auf Arbeitsplätze im Ort.

Foto © kk/Sozialhilfeverband SpittalOb ein Pflegeheim in Oberdrauburg gebaut wird, bleibt fraglich
"Ein endgültiges Aus täte uns weh! Das Pflegeheim würde ja Arbeitsplätze im Ort, eine Infrastruktur- und Qualitätsverbesserung für die Gemeinde bedeuten", sagt Oberdrauburgs Bürgermeister Hubert Schnedl zum von Soziallandesrat Christian Ragger verhängten Baustopp über zwölf geplante Kärntner Pflegeheime, darunter auch jenes in Oberdrauburg.
"Bau überdenken". "Der Stopp ist zu akzeptieren. Er heißt ja nicht, dass das Heim gar nicht gebaut wird, nur, dass man den Bedarfs- und Entwicklungsplan für 2010 bis 2015 überdenken will", sagt Thomas Schell, Geschäftsführer des Sozialhilfeverbandes (SHV) Spittal, der das Heim errichtet hätte.
Aufstocken befürwortet. Dieser Entwicklungsplan sähe bisher 150 neue Pflegebetten im Bezirk Spittal vor - 50 davon in Oberdrauburg. "Ich könnte mir immer noch vorstellen, dass Oberdrauburg Standort wird. Es gilt jetzt abzuwarten", gibt Schell nicht auf. Er würde aber auch eine Aufstockung bestehender 50-Betten-Häuser auf 75 Betten, wie es Ragger angedacht hatte, befürworten: "So könnte man die Qualität wahren und die Wirtschaftlichkeit eines Standorts erhöhen. Es kann leichter ausgeglichen budgetiert werden und das Land müsste weniger zuzahlen. Neue Arbeitsplätze würden so in der Region auch geschaffen."
Kein Schaden. Für den SHV entstand durch den Stopp noch kein Schaden. Schell: "Anlehnend an Darlehenszusagen des Landes hätten wir sowieso erst 2012 mit dem Bau und 2010 mit der Planung begonnen. Daher gab es von uns aus noch keine finanziellen Leistungen jedweder Art."
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Kommentar
Kapazität
Das Pflegeheim Oberdrauburg wäre als 50- Betten-Haus geplant gewesen, das 2013 eröffnet werden sollte. Dort wären rund 35 neue Arbeitsplätze entstanden.
Finanzen
Die Errichtung hätte 4,5 Millionen Euro gekostet. Die Landesregierung hatte schon 2,3 Millionen Euro zugesichert.












