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Zuletzt aktualisiert: 04.04.2009 um 19:08 UhrKommentare

Nationaler Bildungspark

Ein Umweltbildungszentrum im Mallnitzer "Bios", Intensivierung der Schutzfunktion, flächenmäßige Erweiterung: Nationalpark Hohe Tauern entwickelt sich weiter.

Steinwild als Forschungsobjekt: Über die Telemetrie wird gemeinsam mit der Jägerschaft das Verhalten der Tiere erforscht

Foto © kk/NPHTSteinwild als Forschungsobjekt: Über die Telemetrie wird gemeinsam mit der Jägerschaft das Verhalten der Tiere erforscht

Wenn heuer im Juni erneut zwei junge Bartgeier im Nationalpark Hohe Tauern ausgewildert werden, haben sie das große Los gezogen: Sie werden in einer Region leben, in der der Naturschutz noch mehr vertieft und intensiviert werden soll. Das ist einer der Nationalpark-Kerninhalte, den Kärntens Nationalparkreferent Landeshauptmannstellvertreter Uwe Scheuch gemeinsam mit Nationalparkdirektor Peter Rupitsch jetzt bei einer Vorschau auf 2009 präsentiert hat. "Die Schutzfunktion sowie die hohen Qualitätsstandards stehen weiterhin im Vordergrund", betonte Scheuch.

Umweltbildungszentrum. Genauso ernst ist es den Nationalpark-Verantwortlichen mit der Bildung, eine der Kernaufgaben der Schutzregion: Das Nationalparkzentrum "Bios" in Mallnitz soll weiter vorangebracht und zu einem Kärntner Umweltbildungszentrum entwickelt werden. Ab 25. April startet das "Bios" übrigens in seine Ausstellungssaison (Dauerausstellung "Abenteuer Nationalpark", Sonderschau über Schmetterlinge).

Erweiterung geplant. Als sicherer Jagdpächter, der verlässlich bezahlt, hat sich der Nationalpark mittlerweile das Vertrauen der Grundbesitzer erworben. "In der neuen Pachtperiode von 2011 bis 2020 werden wieder mindestens 75 Prozent der Nationalparkflächen angepachtet, um die internationale Anerkennung zu erhalten", so Scheuch. Dazu konnte Rupitsch berichten, dass Gemeinden und Grundbesitzer von sich aus neue Flächen zur Pacht anbieten. Geplant sei eine Erweiterung des Nationalparks auf Grundstücken in der Gemeinde Stall und in den Heiligenbluter Fleißtälern.

Zusammenarbeit vertiefen. Vertiefen will Scheuch die Zusammenarbeit mit Salzburg und Tirol: "Gemeinsam könnten wir den Nationalpark Hohe Tauern zu einem Naturschutzzentrum in den Ostalpen entwickeln!"

REGINA ROTHAUER

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