Mühldorf: Dreikampf um Chefsessel
Mühldorf will "Das Tor zum Mölltal werden". Mit einer Kletterhalle, dem Ausbau des Baggerteiches und einem Nahversorger werben die Parteien.

Foto © KKAngerer, Taurer, Lackner
Die Gemeinde Mühldorf will "Das Tor zum Mölltal" werden. Die Kandidaten wollen dieses Tor auch für ihre politische Zukunft öffnen.
Umsetzung. BZÖ Bürgermeister Erwin Angerer (44), Angestellter, will weiterhin das Oberhaupt von Mühldorf bleiben. "Um die Nahversorgung langfristig zu sichern, wird im März mit dem Bau eines Spar-Marktes begonnen. Vor der Umsetzung steht der Ausbau des Baggerteiches im Bereich der Scheuch-Kiesgrube, wo die Errichtung eines Campingplatzes angedacht ist. Mit dem ,Dorfservice', das eine fixe Mitarbeiterin führt, wird ein soziales Netzwerk aufgebaut", erklärt Angerer, der die Errichtung von Gewerbeparks anstrebt.
"Mehr Spielraum". Für die SPÖ geht als Spitzenkandidatin Karoline Taurer (44), Angestellte, ins Rennen um den Bürgermeistersessel. Als bisherige Vizebürgermeisterin legt sie Wert auf eine "konstruktive Zusammenarbeit" im Gemeinderat. "Ich will eine Gebührenexplosion von Kanal und Wasser verhindern. Vordringlich ist die Sicherstellung der Nahversorgung und die Bildung von finanziellen Rücklagen, um mehr Spielraum zu haben. Unsere Vereine als Kulturträger müssen gefördert werden", sagt Taurer, die sich auch für mehr Bürgernähe einsetzt.
Priorität. Alois Lackner (43), Landwirtschaftslehrer, geht für die ÖVP in die Gemeinderatswahl. Er will - gemeinsam mit den anderen Fraktionen - seine Idee einer Kletterhalle umsetzen: "Oberste Priorität hat für uns die Erhaltung unseres Pfarrkindergartens, der auch von Kindern anderer Gemeinden besucht wird. Unseren stark frequentierten Schilift müssen wir stärken und die Barbarossa-Schlucht durch gezielte Veranstaltungen beleben."













