In Hermagor heißt es: "Alle gegen den Zenz"
Der Langzeit-Bürgermeister Vinzenz Rauscher (SPÖ) tritt noch einmal an. Die vier neuen "Gegenspieler" wollen die Absolute der SPÖ brechen.
Sechs Parteien treten in der Wulfenia-Stadt am 1. März zur Gemeinderats-Wahl an: Die Grünen mit Spitzenkandidatin Marion Mitsche, die FPÖ (Christian Steinwender), das BZÖ (Helmut Haas), die ÖVP (Peter Pfaffenberger) sowie die SPÖ mit Bürgermeister Vinzenz Rauscher. Diese Personen kandidieren auch für das Bürgermeisteramt, während Michael Pucher (UWL - Unabhängige Wirtschaftsliste) darauf verzichtet.
Zwar sprechen alle Kandidaten von einem guten Gesprächsklima in Hermagor, aber fünf davon haben nur ein Ziel: "Endlich die absolute Mehrheit der SPÖ im Gemeinderat zu brechen."
Werbe-Netze. Im Wahlkampf arbeitet die ÖVP mit fünf großen Werbe-Netzen und ein paar Plakaten. "Wir haben kaum 5000 Euro Budget, das von den Mandataren selbst aufzubringen war", sagt Pfaffenberger (28). Eines der wichtigsten Themen für ihn ist die "Stärkung der Wirtschaft im Tal".
Budget-Thema. Rauscher (59) spricht ebenfalls von 5000 Euro Wahlkampf-Budget. Für Broschüren, in denen die bisherigen Leistungen seiner Regierung und die Ideen für die Zukunft aufgelistet werden. "Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen" ist das wichtigste Thema sowie der Tourismus-Ausbau im Bereich Pressegger See.
Stichwahl. "Unser 5000-Euro-Budget haben die Mandatare gespart", sagt Haas (58). Er will sich für einen Ganzjahres-Tourismus stark machen, die Stadt "zur echten Bezirksstadt entwickeln und ,den Zenz' in die Stichwahl zwingen". "Wir sind die echte Kontrolle im Gemeinderat", sagt Mitsche (30), die einzige Dame in der Runde. Im Vorfeld agieren die Grünen laut Mitsche "mit vielleicht 2000 Euro Wahlkampf-Budget". Jugend, Gesundheit und Umwelt sind wichtigste Themen.
Mehr Bürgernähe. Neu startet die FPÖ in Hermagor - mit 2000 Euro Budget: Der Landwirt Steinwender (37) will mehr Bürgernähe ins Rathaus bringen: "Einmal pro Woche am Abend und einmal im Monat am Samstag muss das Amt offen halten." Er will sich auch gegen Gebührenerhöhungen stemmen. "Wir Wirtschaftstreibenden wollen mitgestalten", sagt Pucher (42) mit einem Budget von weniger als 2000 Euro. Dazu will er Aktionen setzen, um Menschen in Hermagor Zukunft zu geben - mit neuen Betrieben und Arbeitsplätzen.
Diskussion. Am Dienstag werden alle Kandidaten bei der Kleine Zeitung- Diskussion "Politiker am Prüfstand" den Besuchern im großen Rathaussaal (Beginn 19 Uhr) Rede und Antwort stehen.













