Frische Ideen für Obervellach
Vier Kandidaten rittern in Obervellach um den Bürgermeistersessel. Tourismus, Gewerbe und Verkehrskonzept stehen am Wahlprogramm.

Foto © kkPaul Pristavec
Erstmals tritt für die Liste MUT (Miteinander-Unabhängig-Tatkräftig) - die sich 2006 von der ÖVP wieder abgespalten hatte - Paul Pristavec (52) an. Da sein Sohn Marco den Campingplatz übernahm, könnte er hauptberuflich Bürgermeister sein. "Ein Verkehrsleitsystem ist wichtig, damit sich Ortsunkundige auskennen. Am Hauptplatz sollte eine Einbahnregelung mit Kurzparkzone zumindest einmal probiert werden, um damit die gefährlichen Ein- und Ausfahrten zu entschärfen", sagt Pristavec.
Kontakt. Für die SPÖ geht Lutz Birkhard (62), pensionierter Kelag Angestellter, ins Rennen. Er will im Gewerbegebiet die Infrastruktur stärken und alle Ortschaften energieeffizient durchleuchten. "Mein Antrieb zur Kandidatur ist der Ausbau unseres Bades zu einem wirklichen Erlebnisbad. Es gibt ein weit gediehenes Projekt, das nun umgesetzt werden soll", erklärt Birkhard. Unternehmensberater Hans Sagerschnig (52) führt das BZÖ an: "Wir wollen die stärkste Fraktion werden. Ein neues Tourismusleitbild muss geschaffen, die Wirtschaft und das Gewerbe gestärkt werden. Im Parterre des Rathauses soll ein Bürgerservice eingerichtet werden, dass Berufstätige auch abends einmal die Woche kontaktieren können." Den "Illwitzer Fonds", der aus dem Erbe von Monsignore Illwitzer hervorging, will er zu einem Hilfsfonds für Bedürftige im Ort machen.
Die Attraktivierung. Auf der Liste des ÖVP-Bürgermeisters Wilhelm Pacher (51), der wieder zur Wahl antritt, finden sich auch Jugendliche. "Ich binde die Jugend als Ideenbringer gern ein und will sie durch gemeinsame Umsetzung in die Pflicht nehmen", sagt Pacher. Für das Gewerbegebiet plant er weiteren Grundankauf, um den Wirtschaftsstandort Obervellach attraktiver zu machen.
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