Schutzplan für Nockberge
108 Bauern beteiligen sich in den nächsten fünf Jahren am regionalen Naturschutzplan Nockberge. Region bekommt dadurch 200.000 Euro.
Während der Biosphärenpark derzeit weiter auf dem Abstellgleis stehen bleibt, haben sich nun 108 Bauern zwischen Liesertal und Turracher Höhe einem "regionalen Naturschutzplan Nockberge" verschrieben.
Dauersiedlungsraum. "Jeder Landwirt kann selbst entscheiden, welche Fläche er einbringt und welche Initiativen er damit setzt. Wir erhalten also keine zusammenhängende Fläche, sondern ein Mosaik über den ganzen Nationalpark - Krems, Radenthein, Kleinkirchheim, Reichenau. Die Flächen sind vorwiegend im Dauersiedlungsraum in der Kulturlandschaft, nicht irgendwo auf einer Alm", sagt Dietmar Rossmann von der Nationalparkverwaltung Nockberge. Insgesamt haben die Bauern rund ein Viertel, der von ihnen im Nationalparkgebiet bewirtschafteten landwirtschaftlichen Fläche von 1113 Hektar, eingebracht.
Ausgleichszahlungen. Der Naturschutzplan bringt der Region jährlich über 200.000 Euro, die je nach eingebrachter Fläche auf die Bauern aufgeteilt werden. Die EU fördert das Öpul-Projekt zu 60 Prozent, je 20 Prozent kommen von Bund und Land. Im Gegenzug verpflichten sich die Landwirte strenge Kriterien, etwa bestimmte Mähzeiten, Düngeverzicht, Erhalt und Pflege von Ufergehölz und Klaubsteinmauern, einzuhalten.
Förderung. "Ziel ist es, den Artenreichtum der Flora unserer markanten Kulturlandschaft, zum Beispiel eine typische Blumenwiese, wieder zu fördern", sagt Rossmann, der ursprünglich nur mit 30 bis 40 teilnehmenden Betrieben rechnete. Der regionale Naturschutzplan Nockberge läuft nun bis 2013, dann wird neu entschieden.












