Der Weg zu Olympia führt über die Loipe
Er ist 19, kommt aus Stall und gilt als große heimische Langlauf-Hoffnung: Thomas Grader. Am letzen Wochenende kürte er sich erstmals zum Junioren-Staatsmeister.
An Silbermedaillen hat er sich mittlerweile schon satt gesehen - drei davon hat sich Thomas Grader in den letzten Jahren bei Langlauf-Staatsmeisterschaften erkämpft. Fazit: es wurde Zeit für Gold. Und mit diesem Vorsatz ging der Mölltaler Thomas Grader letztes Wochenende bei den Staatsmeisterschaften in Saalfelden an den Start. Am Samstag über die 10 km Klassisch das altbekannte Lied. Mit 14 Sekunden Rückstand auf den Sieger läuft der 19-Jährige über die Ziellinie - wieder einmal Rang zwei. Doch am Sonntag hatte Grader beim Verfolgungsrennen seinen großen Auftritt. Mit einer beherzten Attacke auf der Schlussrunde konnte er sich von seinen Konkurrenten absetzen und lief mit 20 Sekunden Vorsprung als Juniorensieger ins Ziel. "Ich war voll erleichtert", gestand der Athlet des WSV Stall. "Nach guten Ergebnissen heuer im Europacup habe ich mir wohl selbst schon den größten Druck auferlegt."
B-Kader ruft. Druck der eigentlich grundlos ist. Denn Grader verzeichnete in den letzten Jahren einen kometenhaften Aufstieg. Erst im Alter von 14 Jahren entdeckte er den Zauber der Loipe, mittlerweile ist der Borg-Schüler im ÖSV C-Kader, die nötigen Ergebnisse für den B-Kader hat er bereits in der Tasche. "Wenn alles gut läuft, möchte ich im kommenden Jahr ein, zwei Weltcup-Einsätze bestreiten. Mein großes Ziel ist aber Olympia 2014 in Sotschi", so der Aufsteiger, dessen Leidenschaft abseits des harten Trainings Poker, Fotografie und Fischen sind.
WM-Einsatz. Ausgleich für Körper und Geist, der dringend nötig ist, denn schon in dieser Woche bricht Grader zum nächsten Höhepunkt auf: In Praz de Lys/Frankreich geht von 1. bis 6. Februar die Junioren-WM in Szene. Bei drei Bewerben wird Grader starten, Medaillenchancen rechnet er sich aber keine aus: "Ein Platz unter den Top 15 ist vor allem in meiner Paradedisziplin, dem Skating, realistisch, aber die internationale Dichte ist sehr groß", übt sich der Heeressportler in Bescheidenheit.

















