Zwei Kraftwerkspläne für Großkirchheim
Döllach hat einen heiß umkämpften Möll-Abschnitt: Zwei Kraftwerks-Werber wollen ihn verbauen. Priorität hat vorerst ein Hochwasserschutz-Projekt.

Foto © kkLinks der Möll plant die Fürstauer-Gruppe ihr Kraftwerk
Gleich zwei Projektwerber wollen in Großkirchheim, in der Ortschaft Döllach, ein Wasserkraftwerk bauen. Zum einen die Planungsgemeinschaft Planegger & Sauper aus Launsdorf, zum anderen die Fürstauer Energie GmbH aus Winklern.
Projekte eingereicht. Beide Projekte wurden nahezu zeitgleich bei der Wasserrechtsbehörde eingereicht. Derzeit wird geprüft, welches bessere Chancen auf Realisierung hat. Unternehmer Günter Fürstauer senior sah sich erst nachdem der Döllacher Hotelier Anton Sauper sein Projekt eingereicht hatte, dazu veranlasst, es ihm gleich zu tun. "Wir sind Experten im Kraftwerksbau und planen mit Bedacht auf die Ökologie", betont Fürstauer, dem das Fischwasser in diesem Flussabschnitt gehört. Seine Chance, die Bewilligung zu bekommen stuft er als wesentlich höher ein. "Sollte es Widerstand aus der Bevölkerung geben, werde ich aber davon Abstand nehmen", verspricht Fürstauer.
Hochwasser gefährdet. Sauper sagt, sein Projekt sei ökologisch verträglicher: "Das ist in meinem Interesse, weil meine Gäste die Möll und das geplante Freizeitareal zur Erholung nutzen werden." Das Hotel Schlosswirt soll erweitert werden, ein Teil des Stroms den Eigenbedarf decken. Herbert Mandler von der Abteilung Wasserwirtschaft zeichnet für die Hochwasser-Schutzmaßnahmen in diesem Möll-Abschnitt verantwortlich: "Döllach ist besonders gefährdet, daher hat dieses Projekt Priorität."
Sport- und Freizeitanlage. Die Gemeinde mit Bürgermeister Peter Suntinger hat ebenfalls um wasserrechtliche Bewilligung angesucht: "Für unsere geplante Sport- und Freizeitanlage benötigen wir einen Seitenarm zur Möll, um Wasser für ein Biotop, Kneipp-Möglichkeiten und Lehrpfade zu erhalten." Laut Mandler spricht nichts dagegen, sofern der Seitenarm nicht im Widerspruch zum Hochwasserschutz steht.
Features
Projekte entlang der Möll
Hochwasser. Döllach (Gemeinde Großkirchheim) ist laut jüngsten Studien stark Hochwasser-gefährdet. Umfassende Schutzmaßnahmen werden geplant, sie sollen 2011 umgesetzt werden.
Kraftwerke. Im Bereich Döllach gibt es seit einem Jahr zwei von einander unabhängige Kraftwerksprojekte. Derzeit wird ihre Realisierbarkeit von der Abteilung Wasserwirtschaft des Landes geprüft.
Seitenarm. Die Gemeinde suchte um Bewilligung für einen Möll-Seitenarm in die geplante Sport- und Freizeitanlage an.














