Er entwickelt Software für die ganze Welt
Den gebürtigen Spittaler Albert Lienbacher zog es vor 28 Jahren nach Stuttgart in Deutschland. Für die Firma "Bosch" bereist er als Diagnose-Software-Entwickler fast die ganze Welt.

Foto © KK/PrivatAlbert Lienbacher mit seiner Frau Elke und seinen Töchtern Yvonne und Daniela auf Heimaturlaub in Spittal
Ein Techniker mit Leib und Seele ist der gebürtige Spittaler Albert Lienbacher (50) aus dem kleinen Dorf Oben in der Nähe von Stuttgart in Deutschland. "Schon als Junge hat er sein Spielzeug in alle Einzelteile zerlegt und dann wieder neu und effizienter zusammengebaut", erzählt sein jüngerer Bruder, der Konditormeister Ernst Lienbacher aus Spittal.
Libyen und Oman. Mit jungen 22 Jahren zog es den gelernten Kraftfahrzeug-Elektriker von Spittal nach Blochingen in Deutschland. "Ich wollte mich beruflich weiterentwickeln und kam so zur Firma Bosch und war dort zuerst in der KFZ-Zulieferindustrie tätig", sagt Lienbacher. In Deutschland machte er dann seinen Meister und ging dann für ein Jahr nach Libyen und für vier Jahre in den Oman als Werkstattleiter. Danach bildete er sich weiter und wurde Trainer für "Benzin- und Dieseleinspritzsysteme".
Diagnose-Software. Zurzeit beschäftigt er sich mit der Entwicklung von Diagnose-Software und Testgeräten: "Wenn ein Auto defekt ist, kann man mit Hilfe eines Diagnose-Testgerätes den Fehler erkennen. Diese Software und Geräte werden von mir entwickelt und weltweit eingesetzt", erklärt Lienbacher. Da diese neuen Systeme weltweit verkauft werden und von einem Fachmann gewartet werden müssen, ist Lienbacher neben der Ukraine und Russland auch in China, England und den USA unterwegs. "Mit Englisch kommt man in diesen Ländern ganz gut zurecht. In China fühle ich mich immer sehr wohl. An Russland musste ich mich erst gewöhnen. Dieses Land war mir am Anfang etwas suspekt", sagt Lienbacher. Wenn es die Zeit erlaubt, verbringt der Technik-Fan seine Zeit gerne mit seinen Töchtern Yvonne und Daniela und seiner Frau Elke. "Wir fahren gerne Rad und im Winter besuchen wir jedes Jahr Kärnten um unserem liebsten Hobby, dem Schifahren zu frönen", sagt der Kärntner, der in dem 3500-Seelen-Dorf Oben in einem Einfamilienhaus lebt.
Kärntner Nudel. "Was ich an Kärnten am meisten vermisse sind die Kärntner Nudeln meiner Mutter und der Kärntner Reindling meines Bruders", lacht der Weltenbummler. Um regelmäßig mit diesen Köstlichkeiten versorgt zu werden, kommt die Familie drei bis vier Mal im Jahr nach Spittal. "Im Sommer verbringen wir auch gerne einen gemeinsamen Urlaub mit der Familie meines Bruders in Kroatien", sagt der Auslandsoberkärntner.
Australien bereisen. Trotz der vielen Besuche im Ausland, wird der Wahl-Deutsche des Reisens nicht müde und möchte die südliche Halbkugel näher kennen lernen: "Ich war noch nie in Australien oder Südafrika. Diese beiden Länder muss ich unbedingt noch einmal bereisen", sagt der Techniker.
England, Russland und China. Aber die Arbeit geht vor und so muss Lienbacher Ende Januar nach England, im Februar nach Russland und im März nach China: "Ja, so ist das. Aber wenn es nicht so wäre, würde ich es sehr vermissen!"
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Weltenbummler Lienbacher vor dem Roten Platz in MoskauFoto © KK/Privat
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In China mit einem FreundFoto © KK/Privat













