19-jähriger Drautaler ertrank nach Unfall
Der Lehrling kam von der Straße ab, verlor das Bewusstsein und stürzte mit dem Auto in einen Bach. Er konnte nicht mehr gerettet werden.

Foto © PolizeiDas Auto wurde völlig zerstört
Tragisch endete gestern in der Früh die Heimfahrt des 19-jährigen Maurerlehrlings Mario M. aus Steinfeld im Drautal. Der junge Mann kam um 5.20 Uhr in Frallach in Berg im Drautal auf der B 100 in einer leichten Rechtskurve von der Fahrbahn ab. Das Auto überschlug sich und kam auf dem Dach liegend im Lauenbach neben der Straße zum Stillstand. Der 19-jährige Lenker - er war angegurtet - verlor laut Polizei durch den Aufprall das Bewusstsein und ertrank.
Anrainer wollte helfen. "Es war eine Verkettung unglücklicher Umstände", sagt Josef Brandner von der Polizeiinspektion Greifenburg. Ein Anrainer habe zuerst ein lautes Motorengeräusch und danach einen Knall gehört. "Er ist sofort zur Unfallstelle hingelaufen, hat gesehen, dass ein Mann mit dem Kopf nach unten angegurtet im Auto hängt und versucht, ihn zu befreien", sagt Brandner. Weil das Auto zu dem Zeitpunkt aber schon zu zwei Drittel mit Wasser angefüllt und durch den Aufprall verformt war, habe er die Türe trotz verzweifelter Versuche nicht aufgebracht. "Der Anrainer hat sofort die Einsatzkräfte alarmiert und um 5.38 Uhr hatten die Feuerwehren Berg, Dellach und Draßnitzdorf den Mann schon aus dem Wagen geholt. Alle haben sehr professionell gearbeitet. Aber es war leider zu spät", sagt Brandner. Drei Ärzte versuchten vergeblich, das Unfallopfer zu reanimieren.
"Kein Fremdverschulden". Die Unfallursache? "Den Spuren zufolge überhöhte Geschwindigkeit. Es war keine unfallträchtige Stelle und es gibt keinen Hinweis auf Fremdverschulden", sagt Brandner. Wo der 19-Jährige vor dem Unfall war, sei noch nicht bekannt. Alkohol sei aber definitiv nicht im Spiel gewesen. Er wollte wahrscheinlich nachhause, weil, so die Polizei, um 7.30 Uhr die Abfahrt in die Steiermark geplant war. Mario M. war Mitglied der Steinfelder Schützengarde, die gestern dorthin ausrücken sollte. Und er war begeisterter Sportler und bis vor einem Jahr Mitglied des Jugendkaders des Kärntner Landesschiverbandes. "Er war ein guter Schifahrer. So ein schrecklicher Unfall. Ich bin erschüttert", sagt Sportwart Robert Moser.
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In diesem Bach landete der 19-Jährige mit seinem PkwFoto © Polizei













