Almdorf-Hotelier baute "schräges" Fußballfeld in Kärntner Bergen
Die Tore aus Holz befinden sich 1.700 Meter über dem Meeresspiegel. Das Luxus-Ressort setzt auf Uriges und Tradition.

Foto © GEPAMichael Konsel erprobte das neue Fußballfeld gleich höchstpersönlich
Wer geglaubt hat, dass sich eine auf 1.700
Metern über dem Meeresspiegel gelegene Alm in Kärnten und Fußball
nicht verbinden lassen, wird von Johann Landschützer, Macher des mit
nationalen und internationalen Tourismuspreisen überhäuften "Almdorf
Seinerzeit", rasch eines Besseren belehrt. Das
Almhütten-Luxus-Ressort in der Nähe von Bad Kleinkirchheim hat sich
für die kommende EURO 2008 bestens gerüstet - unter anderem mit einem
"schrägen" Fußballfeld.
Besonderes Konzept. "Wir möchten zeigen, dass wir mehr als Stadien, Fan-Zonen und
Städte zu bieten haben. Österreich ist doch gerade für seine Berge
und sein Tradition bekannt", betont Landschützer. Einer seiner
größten "Fans" - Ex-Teamtorhüter Michael Konsel - pflichtet dem
Touristiker bei: "Ich hab im Laufe meiner Karriere viele Hotels
kennengelernt - aber dies hier ist ein einzigartiges Konzept. Du
erlebst Natur pur - und brauchst auf Luxus nicht zu verzichten."
Fußballfeld in steilem Berghang. Um die EURO weithin sichtbar auf die Alm zu holen, hat
Landschützer ein Fußballfeld mitten in einen steilen Berghang bauen
lassen. Beim Ziehen der Outlinien passierte prompt ein Malheur: Die
Linienmaschine machte sich "selbstständig" und kam erst rund 500
Meter unter der "Alpenarena" im Hof des benachbarten Bauern zum
Stillstand. "Das ist eine ganz schön schräge Sache", musste auch
Fußballprofi Konsel zugeben.
Tore aus Holz. Der Betriebsmaxime "Seinerzeit" entsprechend sind die Torpfosten
aus Holz gezimmert. Wenn gespielt wird, dann nur mit nostalgisch
anmutenden braunen Lederbällen. "Elfmeterschießen finden im Interesse
des Ballburschen nur am oberhalb gelegenen Tor statt", grinst
Landschützer. "Seinerzeitlich" mutet auch der aus rustikalem Holz gezimmerte
Tischfußballtisch an. Das urige Spielgerät ist mit Naturrasen
ausgelegt, der jedem Bundesligastadion in Österreich zur Ehre
gereichen würde. Einziges Zugeständnis an die Moderne: Gewuzelt wird
mit mit einem Golfball.
Fünf Sterne. Trotz aller Fußball-Euphorie soll das Almdorf auch während der
EURO das bleiben, wofür es bekanntgeworden ist. Nämlich ein
Almhüttendorf mit mit dem Luxus und Service eines fünf Sterne Hotels.
Mit seinen "schrägen" Fußballideen knüpft Landschützer nahtlos an
Projekte wie das "kleinste Restaurant der Welt" oder die "Honeymoon
Suite" in Form eines Baumhauses an.













