Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
21. Mai 2013 10:11 Uhr | Als Startseite
Neu registrieren

Bezirks- und Gemeindesuche

Anton Viehhauser: "Den Dialekt habe ich nie verlernt" Hans Muchitsch: "Als Sportler darfst du nicht viel nachdenken" Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Sommergespräche Nächster Artikel Anton Viehhauser: "Den Dialekt habe ich nie verlernt" Hans Muchitsch: "Als Sportler darfst du nicht viel nachdenken"
Zuletzt aktualisiert: 23.08.2010 um 12:37 UhrKommentare

"Als Kind parodierte ich Pfarrer und Schulwart"

Der St. Andräer Christian Schwab (31) ist Kabarettist und Ö3-Comedian. Bei uns spricht er über Job, seine "theaterbesessene" Familie und über privates Glück "in der zweiten Runde".

Im Ö3-Wecker-Studio: Christian Schwab mit Fiona Swarovski

Foto © KK/PrivatIm Ö3-Wecker-Studio: Christian Schwab mit Fiona Swarovski

Seit 2002 sind Sie bei Ö3 für Comedy zuständig. Zu hören waren und sind Sie etwa als Sepp Schnorcher, als einer der "zwoa Lovntola" und mit den "Schulerinnerungen der Spitzenpolitiker". Nebenbei stehen Sie mit den "Comedy Hirten" auf der Bühne. Worauf wird man am öftesten angesprochen?

CHRISTIAN SCHWAB: Die Rolle Sepp Schnorcher ist die bekannteste. Es ist cool, eine Comedyfigur zu schaffen, die zur Marke wird. Das gelingt einem nicht oft. Es ist jedoch Segen und Fluch zugleich.

Inwiefern?

SCHWAB: Man muss aufpassen, um nicht auf den Mann mit Hut beschränkt zu werden, der lustige Bauernregeln aufsagt.

Die gesamte Familie Schwab ist mit dem Theater verbunden. Hat das die Karriere beeinflusst?

SCHWAB: Die Karriere wurde mir in die Wiege gelegt. Mein Papa war schon immer theaterbesessen. Er war 33 Jahre Obmann des Theatervereins "Kultur aktiv" und bei der Markusbühne und in Eberndorf tätig. Er hatte ein Kindertheater, in das ich reinwuchs. Meine Schwester studierte Theaterwissenschaft und ist in der Regieassistenz selbstständig, mein Bruder gründete die Bühne in Albeck und spielt dort. Meine Mama kompensiert den ganzen Wahnsinn und hält alles zusammen. Ohne sie wären wir aufgeschmissen.

Trotz familiärer Vorbelastung wurde nicht die Theater-, sondern die Comedyschiene eingeschlagen.

SCHWAB: Alfred Dorfer und Josef Hader inspirierten mich. Mit 14 wusste ich, das will ich auch.

Mit dem St. Pauler Gernot Kulis ward Ihr als die "zwoa Lovntola" auf Sendung und habt Begriffe, wie "Gfetzach", "Tscherfl" und "wantsche Tudl" bekannt gemacht.

SCHWAB: Die "zwoa Lovntola" waren ein Phänomen. Die Rubrik gibt's seit Jahren nicht mehr und es gab nur rund 20 Folgen. Mittlerweile gibt es eine Facebook-Gruppe, die ein Comeback fordert. Ich habe auch von einer Vorarlbergerin gehört, die im Tal Urlaub gemacht hat, weil ihr der Dialekt so taugt.

Wird es ein Comeback geben?

SCHWAB: Das glaube ich nicht. Mittlerweile müssten wir wohl Dialekt-Nachhilfe nehmen, weil wir schon so lange in Wien sind.

Was wären Sie, wenn Sie nicht Comedian geworden wären?

SCHWAB: Dann wäre ich wohl im Amateurbereich, etwa bei Theatergruppen und Gilden, und würde einen Job ausüben, den man mit HAK-Matura hat. Ich habe früher ferial bei einem Notar gearbeitet, vielleicht wäre ich dort verblieben. Dann wäre die Finanzkrise wohl noch mehr ausgeufert. Aber nicht aus Böswilligkeit meinerseits, sondern aus Unvermögen.

Sind Sie noch oft in Ihrer alten Heimat St. Andrä?

SCHWAB: Ein Mal im Monat. Wenn wir mit den "Hirten" in der Nähe auftreten, etwa in der Steiermark, fahre ich auch immer heim.

Gibt es einen Lieblingsort?

SCHWAB: Die nicht asphaltierte andere Seite des Lavantradweges ist total schön, ich laufe gerne dort. Dort ist auch mein Lieblingsplatz, wo wir von der HAK aus ein Biotop betreut haben.

Noch andere Hobbys?

SCHWAB: Alle Sportarten. Ich spiele Eishockey und bin VSV-Fan, ich liebe Bergsteigen und Ausdauersport. 2009 war ich am Kilimanjaro, heuer lief ich mit meinem Bruder den Stockholm-Marathon.

Sie haben ein Talent, Leute zu parodieren.

SCHWAB: Ich habe schon als Kind andere parodiert. Den Schulwart, Verwandte, den Pfarrer. Beruflich kann ich sechs Parodien gut, etwa Profiler Thomas Müller, Karl-Heinz Grasser oder Jogi Löw. Jörg Haider war eine meiner besten Parodien.

Wurde Haider nach seinem Tod aus dem Programm gestrichen?

SCHWAB: Auf Ö3 kommt er noch spärlich vor. Haider ist ein Phänomen. Er ist zwar tot, aber füllt nach wie vor Titelseiten.

Wie kamen Sie zu Ö3?

SCHWAB: Nach der Matura bewarb ich mich, bekam aber eine Absage. Danach arbeitete ich für Antenne Kärnten und Steiermark. Ö3 wurde dadurch auf mich aufmerksam. Seit 2002 bin ich bei Ö3. Über die Reihenfolge bin ich froh, denn beim Privatradio kann man viel lernen und probieren, dann weiß man bei Ö3 schon, in welche Abteilung man will.

Sie sind noch ledig. Warum?

SCHWAB: Laut Statistik heiraten die meisten mit Ende 20 und lassen sich mit 35 scheiden. Ich bin 31 und überspringe die erste Runde. Ich steige in der zweiten ein.

INTERVIEW: BETTINA FRIEDL


Audio

Kleine Zeitung Wortspiel mit Christian Schwab

Audio

Kleine Zeitung Schwab als "Sepp Schnorcher", KHG und Profiler Thomas Müller

ZUR PERSON

Name. Christian Schwab

Geburtsdatum. 29. Jänner 1979

Familienstand. Ledig

Aufgewachsen. In St. Andrä

Wohnort. Wien

Hobbys. Eishockey, Bergsteigen (2009 am Kilimanjaro), Laufen (im Juni 2010 am Stockholm-Marathon teilgenommen) und Lesen

Karriere. Nach der Matura drei Jahre bei Antenne Kärnten und Steiermark, seit 2002 bei Ö3 (war als Sepp Schnorcher und einer der "zwoa Lovntola" auf Sendung, derzeit mit "Schulerinnerungen der Spitzenpolitiker"). Schwab, Gernot Kulis, Peter Moitzi und Herbert Haider sind die "Comedy Hirten"

Kärnten > Klagenfurt

Wolkig
Klagenfurt
min: 6° | max: 21°
7-Tagesprognose

Aktuelle Leser-Fotos

Kärntner des Tages gesucht

Wir suchen Ihre Vorschläge! Kennen Sie jemanden, der Besonderes leistet? Dann schreiben Sie uns!

 

Babys aus Kärnten



Hochzeiten / Jubiläen

Leserfotos aus Kärnten

Treten Sie mit uns in Kontakt!

 

Verkehrsmeldungen

Foto: ÖAMTC
 

Todesanzeigen

Todesanzeigen aller Bezirke in Kärnten.



Seitenübersicht

Zum Seitenanfang