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    Zuletzt aktualisiert: 07.08.2010 um 22:11 UhrKommentare

    Haselsteiner: "Ich bin auf unsere Wurzeln stolz"

    Der Vorstandsvorsitzende der Strabag-SE, Hans Peter Haselsteiner, über den Firmensitz Spittal, "seinen" Hausberg Goldeck und warum es ihn zu den schönen Künsten hinzieht.

    Foto © Rie-Press

    Hans Peter Haselsteiner (66), Vorstandsvorsitzender des Baukonzerns Strabag-SE, trägt die Verantwortung für rund 75.500 Mitarbeiter. Der österreichische Unternehmer hat den Baukonzern Strabag sukzessive in den vergangenen Jahrzehnten aufgebaut. Begonnen hat alles in Spittal, als er 1972 in die Baufirma seines Schwiegervaters Isola & Lerchbaumer, der späteren ILBAU eintrat. Der gebürtige Tiroler Hans Peter Haselsteiner besitzt ein Anwesen in der Marktgemeinde Seeboden, direkt am Südufer des Millstätter Sees.

    Was zieht Sie immer wieder an den Millstätter See?

    HANS PETER HASELSTEINER: Der Kärntner Sommer, der nirgends wo übertroffen wird. Luft, Landschaft, Wetter, Kulinarik und dass die Menschen überwiegend liebenswert sind.

    Die österreichische StrabagKonzernzentrale wurde in Wien errichtet, der offizielle Firmensitz lautet noch immer Spittal/Drau. Ist das eine Reminiszenz an die Anfänge des größten Baukonzerns in Zentral- und Osteuropa?

    HASELSTEINER: Die gesamte Verwaltung und der Firmensitz der Strabag Österreich sind in Spittal an der Drau. Die Datenleitungen gehen von hier nach Russland, Kanada und Indien, insgesamt in mehr als 30 Länder weltweit. Wir sind auf unsere Wurzeln stolz.

    Obwohl Spittal nicht mehr im Zentrum Ihrer unternehmerischen Tätigkeit steht, haben Sie in all den Jahren die Bodenhaftung zu Oberkärnten nie verloren. Ein Beweis dafür ist das nicht gerade konfliktfreie Engagement für das Goldeck und seinen Ausbau zu einem Ganzjahres-Sportberg. Was motiviert Sie in dieser Sache?

    HASELSTEINER: Das Goldeck ist der regionale Schiberg. Die Strabag ist der mit Abstand größte Arbeitgeber in dieser Region. Es liegt nahe, das Goldeck für die Oberkärntner zu erhalten.

    Es gab eine Anzeige auf rechtswidrige Förderungen des 30-Millionen-Euro-Projekts bei der EU in Brüssel. Hätten Sie im Fall des Falles den Ausbau gestoppt?

    HASELSTEINER: Ich hatte keine Zweifel, dass die partnerschaftliche Umsetzung mit dem Land nicht wie geplant weitergegangen wäre. Wäre es so weit gekommen, hätte es eine Lösung gegeben.

    Die Strabag hat als Public Private Partnership (PPP)-Referenzprojekt das Sport- und Erlebnisbad "Drautal Perle" in Spittal errichtet. Als Architekt zeichnet unter anderem Ihr Sohn Sebastian verantwortlich. Das Bad hat noch immer keinen gültigen Baubescheid, weil unter anderem der Fliesenboden im Badbereich nicht die vorgeschriebene Neigung aufweist. Was sagen Sie dazu?

    HASELSTEINER: Nichts.

    Am 1. Juli wurden Sie zum neuen Präsidenten des Vereins der Komödienspiele gewählt. Sie sind seit vielen Jahren Präsident der Festspiele in Erl (Tirol). Dies ist auch der Grund, warum europaweit auf Strabag-Bautafeln steht "Unterstützer der Tiroler Festspiele Erl". Kommt jetzt der Zusatz ". . . und der Komödienspiele Porcia"?

    HASELSTEINER: Es ist beim besten Willen kein Platz mehr.

    Der künstlerische Leiter von Erl, Gustav Kuhn, lobt Sie als Hauptsponsor über den grünen Klee. Peter Pikl und seine Gattin wohnen seit vielen Jahren im Sommer bei Ihnen am Millstätter See. Was zieht Sie so zur Kunst hin?

    HASELSTEINER: Für die darstellende Kunst weckte meine Mutter in mir die Begeisterung, für die bildende Kunst war es mein Freund aus Jugendtagen der Maler und Bildhauer Walter Nagl. Wenn man einmal von den schönen Künsten berührt wurde, möchte man darauf nicht mehr verzichten.

    Sie sind auch ein großer Förderer der bildenden Kunst. Können Sie sich vorstellen, wie Ihr Industriellenkollege Herbert Liaunig in Kärnten ein Museum zu bauen?

    HASELSTEINER: Ich schätze Herbert Liaunig und sein Engagement, dass er seine Privatsammlung öffentlich macht, sehr. Wir tun das in 300 Standorten weltweit. Unsere Sammlung ist dezentral aufgebaut und so wird es auch bleiben.

    Was sammeln Sie selbst an bildender Kunst?

    HASELSTEINER: Alles, was mir gefällt und wofür ich noch Platz habe.

    Könnten Sie sich vorstellen auf dem alten Strabag-Bauhof in den Auen eine zweite - vielleicht experimentelle - Schiene für Porcia zu eröffnen?

    HASELSTEINER: Im heurigen Jubiläumsjahr hat Intendant Peter Pikl mit einer solchen Schiene begonnen. Es liegt an ihm, das auszurichten. Sollte das sein Wunsch sein, so werde ich ihm dabei helfen.

    INTERVIEW: ANDREA STEINER

    Zur Person

    Hans Peter Haselsteiner. Der österreichische Industrielle und ehemalige Politiker wurde am 1. Februar 1944 in Wörgl geboren.

    Ausbildung. Nach der Matura 1963 studierte der Tiroler Handelswissenschaften an der Hochschule für Welthandel in Wien, wo er 1970 promovierte.

    Familienstand. Verheiratet mit Ulrike, geborene Lerchbaumer. Vater von vier Kindern.

    Karriere. Nach der Praxis bei einem Wirtschaftsprüfer trat er 1972 in das Unternehmen Isola & Lerchbaumer (IL-Bau) in Spittal ein und begann damit seine Karriere im Strabag-SE-Konzern, dessen Vorstandsvorsitzender er heute noch ist.

    Politik. Hans Peter Haselsteiner war von 1994 bis 1998 Abgeordneter zum Nationalrat, davon zwei Jahre Klubobfrau-Stellvertreter des Parlamentsklubs. Bei der Nationalratswahl 2008 kandidierte das Liberale Forum erneut, aber erfolglos. Haselsteiner war als Financier des Wahlkampfs, als Wirtschaftssprecher des LIF und Vorsitzender des Unterstützungskomitees für Heide Schmidt beteiligt.

    Philanthrop. Seit dem Ausscheiden des LIF aus dem Nationalrat unterstützt Haselsteiner das von Schmidt gegründete Institut für eine offene Gesellschaft, eine parteiunabhängige Privatstiftung. Weniger bekannt ist Haselsteiners Einsatz gegen Obdachlosigkeit. Er ermöglichte den Ausbau von 16 Wohngemeinschaften der VinziRast in Wien, einem Obdachlosenhaus, das von Cecily Corti gegründet wurde. Seine Privatstiftung finanzierte zur Hälfte die Sozialzentren für ältere und Not leidende Menschen von Pater Georg Sporschill in Moldawien.

    Kultur. Von den Festspielen in Erl ist Haselsteiner seit 2004 Festspielpräsident. Dem Verein Komödienspiele Porcia steht er seit 1. Juli 2010 vor. Im Klagenfurter Dorotheum gab es die Galerie des "Strabag-Kunstforums", welches nun in das Strabag-Haus in Wien übersiedelt ist. Das Kunstforum richtet jährlich einen Wettbewerb für junge bildende Künstler aus und betreibt ein Gironcoli-Museum.

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