"Kommando Abbauen" auf der Wiesn
Zelte und Fahrgeschäfte werden abgebaut, Berge an Müll weggekarrt: Gut zwei Wochen dauert es, bis das Wiesenmarktgelände in St. Veit wieder leergeräumt ist.

Foto © KLZ/Lisa HolzfeindRabensteiner (links) und Bleiber¿nik brauchen drei Stunden, um das Karussell abzubauen
Dass in den Zelten auf dem St. Veiter Wiesenmarkt ordentlich gefeiert wurde, sieht man nicht nur, man riecht es auch. Den Geruch von Zigaretten und Alkohol in der Nase, sind dutzende Arbeiter damit beschäftigt, Bänke zu stapeln, Getränkekisten zu schleppen und Zeltteile abzubauen. Was an Geschirr noch ganz und übrig ist, wird abgewaschen und weggeräumt.
"Uns wurden 65 Maßkrüge gestohlen. Hundert Gläser sind kaputt gegangen", heißt es aus der "Erdinger Urweisse Genusshütte" von Harald Taupe. Scherben und anderer Müll müssen aus der Hütte gefegt werden. "Zum Saubermachen brauchen wir einen Tag, zum Abbauen noch einen", sagt Taupe. Währenddessen ist in der Nähe des Haupteinganges das Piepsen mehrerer Lkw beim Rückwärtsfahren zu hören. Ein Fahrer, der für das Einladen der zu viel bestellten Getränke verantwortlich ist, ärgert sich darüber, dass er nicht durchkommt, weil alles mit anderen Lkw vollgestellt ist. Viele Getränke seien laut dem Fahrer nicht übrig geblieben. Im Lärchenstadl sind vor der Theke 25 Kisten an Getränken aufgestapelt und 28 Schnapsflaschen aufgestellt, die zurückgeschickt werden.
Ab nach Köln
Gehämmert und geschraubt wird derweil im Vergnügungspark. Einen Tag benötigen die Arbeiter, um das 60 Meter hohe Riesenkarussell abzubauen. Danach geht es schon wieder weiter in das rund 950 Kilometer weit entfernte Köln zum Herbstvolksfest. Etwas weniger, nur zwei bis drei Stunden, brauchen Franz Rabensteiner und Martin Bleiber?nik, um das Kinderkarussell "Magic Ring" für die Abreise fertig zu machen. Der Aufbau habe im Vergleich das Dreifache gedauert, sagt Rabensteiner: "Da das Karussell extra auf einen Anhänger gebaut ist, braucht man die Einzelteile jetzt nur zerlegen und es dann zusammenklappen."
Auch der Bankomat muss wieder abtransportiert werden. Laut Marktreferent Rudolf Egger wurde während der zehn Tage Wiesnzeit eine halbe Million Euro abgehoben. Neben Geld haben die Wiesn-Besucher aber täglich auch rund 40 Kubikmeter Müll liegen gelassen. Reste wie Flaschen oder Frittieröl muss die Müllabfuhr auch jetzt noch einsammeln. In gut zwei Wochen soll dann das Gelände wieder komplett aufgeräumt sein.














