In Sankt Veit traf sich die halbe Welt
Marktfreyung meets "Miss Kuba": 16 St. Veiter Gemeinden und internationale Gäste waren bei der Eröffnung des Wiesenmarktes dabei.

Foto © KLZ/WeichselbraunFast der ganze Bezirk St. Veit stellte sich vor, wie hier die Sängerrunde St. Georgen am Längsee
Um 10.03 Uhr war es so weit. Beginnend vom Bahnhof setzte sich der Umzug zur Eröffnung des 650. St. Veiter Wiesenmarktes - angeführt von der Polizeimusik Kärnten - in Bewegung. 92 Gruppen mit rund 2300 Teilnehmern waren dabei.
Groß war am Samstag das Aufgebot der Gemeinden des Bezirkes. 16 von 20 Kommunen (es fehlten Metnitz, Deutsch-Griffen, Guttaring und Glödnitz) marschierten die Straßen entlang zum Wiesn-Gelände. Das Bild, das sich den tausenden Zuschauern bot, war wie immer bunt: Die Stadtgemeinde Friesach etwa versprühte Mittelalter-Flair, das Straßburger Bürgerkorps defilierte in seinen blitzblauen Uniformen und zahlreiche Landjugenden, etwa jene von Frauenstein, stellten ihre prächtigen Erntekronen zur Schau. Am Ende des Zugs ward die "Hauptdarstellerin" gesichtet. Die Marktfreyung wurde von der Volkstumsgemeinschaft St. Veit unter Obfrau Gaby Rukavina und flankiert von der Bürgerlichen Trabantengarde zur Wiesn getragen.
Im Internet "angeworben"
Nicht fehlen durften auch in diesem Jahr Abordnungen jenseits der Bezirksgrenzen, wie die Jauntaler Trachtengruppe und die gemischte Trachtengruppe Klagenfurt. Heuer waren sogar internationale Gäste stark vertreten. Eine Abordnung aus dem deutschen Haltern am See sowie der Musikverein Steffisburg aus der Schweiz marschierten mit. "Sie wurden durch die Wiesenmarkt-Hompage auf uns aufmerksam und nahmen Kontakt auf", sagte Wiesenmarktreferent Rudi Egger. Außerdem wurden im Umzug zwei exotische "gekrönte Häupter" gesichtet - laut Moderator Seppi Rukavina handelte es sich dabei um "Miss Kuba und Miss Ukraine".
Aber nicht nur sie waren zum ersten Mal beim Umzug dabei. Neben der Perchtengruppe Micheldorf richteten sich die Blicke vor allem auf Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek. St. Veits Bürgermeister Gerhard Mock verkündete stolz, dass es der erste Besuch einer Ministerin auf der Wiesn sei und lud sie gleich ein, "den ganzen Tag lang" Ringelspiel zu fahren. Heinisch-Hosek streute später bei ihrer Rede dem Fest Rosen, ebenso wie Landeshauptmann Gerhard Dörfler: "Es ist eine Leistungsschau des Miteinander."
Auch Fernsehteams durften nicht fehlen. Der ORF sammelte Material für einen Film über den Wiesenmarkt, der im kommenden Jahr vor der Eröffnung ausgestrahlt werden soll. Und neben Kleine Zeitung-TV und anderen regionalen Fernsehsendern hatte sich sogar ein Team von Sharqiya-TV aus dem Irak unter die Zuschauer gemischt.

















