60.000 Euro für einen sicheren Wiesenmarkt
Die Stadt Sankt Veit setzte für das Jubiläumsfest ein neues Sicherheitssystem um: mit LED-Notbeleuchtung, größeren Fluchttoren und besser beschilderten Fluchtwegen. Internationale Gäste sind beim Umzug dabei.

Foto © Stadt Sankt Veit/FritzpressMenschenansammlungen wie diese sind auf dem Wiesenmarkt keine Seltenheit. Damit alles ruhig abläuft, gibt's ein neues Sicherheitssystem
Tradition, Sicherheit und Werbung - diese drei Dinge stehen im Mittelpunkt des 650. Sankt Veiter Wiesenmarktes, so Marktreferent Rudolf Egger, der am Mittwoch mit Bürgermeister Gerhard Mock das Programm des Volksfestes präsentierte.
Damit das Fest trotz der erwarteten 500.000 Besucher an zehn Tagen nicht aus dem Ruder läuft, hat man 60.000 Euro in ein neues Sicherheitssystem investiert. "Das Konzept hat 60 Seiten und zeigt auf, was bei einem Brand, einer Panik oder Stromausfall zu tun ist", so Mock. Bezirksfeuerwehrkommandant Egon Kaiser hat mit seiner privaten Sicherheitsfirma den Markt und die Besucherströme genau unter die Lupe genommen und Verbesserungen erarbeitet.
Licht bei Stromausfall
Das Ergebnis: Erstmals wird der Markt bei einem Stromausfall mit LED-Lampen, die über ein Notstromaggregat laufen, beleuchtet. Verhaltenshinweise erhalten die Gäste im Ernstfall via Lautsprecher aus der Sicherheitszentrale, die ebenso wie die Tonanlage an das Notstromaggregat angeschlossen ist. Zudem wurden zahlreiche Ausgänge und Fluchttore vergrößert und es gibt neue Fluchtwegmarkierungen, die gut sichtbar in fünf Metern Höhe angebracht werden. Neuerungen gibt es heuer, wie berichtet, auch beim Umzug. Rund 2000 Mitglieder von Brauchtumsgruppen aus allen Gemeinden des Bezirkes stellen sich vor. Erstmals wird ohne Unterbrechung auf dem Oktoberplatz durchgegangen, die Vorstellung der Vereine findet direkt auf der Rennbahn statt.
Politischen Parteien stellten Egger und Mock die Rute ins Fenster: "Parteien, die sich in Szene setzen wollen, werden ausgeladen." Hingegen dabei sind Gruppen aus Italien, Slowenien, Deutschland und der Schweiz. Denn der Markt wurde auch dort in den Medien beworben. "Wir haben zum Beispiel im Radio Aufenthalte in Sankt Veit verlost", so Mock. Heuer wurde die Stadt mit dem Markt mitbeworben.
Und eine weitere Neuerung betrifft die Öffnungszeiten: Freitags und samstags kann wie gehabt bis 3 Uhr früh gefeiert werden, doch sonntags bis donnerstags sperrt der Markt um 1 statt wie bisher um 2 Uhr zu. Wegen der Anrainer, so Egger, und, da man das Sicherheitsteam bis zur letzten Sekunde zahlen müsse, auch wenn kaum mehr etwas los sei.
Features
Das Programm
Umzug. 24. 9., ab 10 Uhr: Hauptbahnhof-Bahnhofstraße-Marktstraße-Rennbahngelände.
Geöffnet. Bis 3. 10., freitags und samstags von 9 bis 3 Uhr, sonntags bis donnerstags bis 1 Uhr.
Krämermarkt. 24. bis 27. 9. und 1. bis 3. 10., mit circa 300 Fieranten, täglich bis 18 Uhr.
Flohmarkt. Täglich 8 bis 18 Uhr im Zelt auf altem LWG-Gelände.
Kleintierschau. 24. bis 26. 9. und 1. und 2. 10. beim Südeingang des Ausstellungsgeländes, bis 18 Uhr.
Land und Wirtschaft. Täglich bis 18 Uhr, Landwirtschaftsausstellung (Montage sind zudem Landwirtschaftstage), Autoschau, Präsentation von Produktneuheiten.
Familientag. Dienstag bis 18 Uhr ermäßigte Fahrpreise im Vergnügungspark, ab 14.30 Uhr Familien- und Seniorennachmittag in der Sankt Veiter Festhalle mit Josef Rukavina und dem "Trio Urknall".
Feuerwerk. Mittwoch ab 21 Uhr, heuer 18 Minuten Feuershow mit Musik, bei Regen am Donnerstag.
Promi-Fußballturnier. Donnerstag ab 16.30 Uhr Turnier des ARBÖ zugunsten Licht ins Dunkel.
Festival-Day. Donnerstag ab 18 Uhr spielen fünf junge Bands beim Kegel-Kunst-Klamauk (Schaubude).















