Schloss Pöckstein ist Fall für Konkursrichter
Die Firma K.B.M.P., der das berühmteste klassizistische Schloss Kärntens in Sankt Veitgehört, hat 3,1 Millionen Euro Schulden. Privatstiftung wurde aufgelöst.

Foto © Hautzenberger
Die Klagenfurter Firma K.B.M.P Projektmanagement Trading Consulting GmbH meldete Konkurs an. Das gab der Kreditschutzverband (KSV) 1870 gestern bekannt. Die Firma weist Schulden von 3,1 Millionen Euro bei einem Vermögen von 2,3 Millionen auf. Das Besondere daran: Den Großteil der Konkursmasse bildet Schloss Pöckstein in Zwischenwässern.
"Die Firma musste Konkurs anmelden, weil das Schloss nicht verkauft werden konnte. Die Privatstiftung wurde aufgelöst", sagt Wirtschaftstreuhänder Wolfgang Rossbacher, bisheriger Stiftungsvorsitzender der Endibi Privatstiftung, in die die K.B.M.P. eingegliedert wurde. Das Schloss war einst Bischofssitz und gilt als bedeutendster klassizistischer Bau Kärntens. K.B.M.P.-Firmengründer Dante Buzzi kaufte es 2007 um 1,68 Millionen Euro von der Diözese. Damals sagte Buzzi gegenüber der Kleinen Zeitung, was die Nutzung betrifft, er stehe diesbezüglich nicht unter Druck. Gerüchte, er könnte daraus ein Bordell machen, dementierte er.
Jetzt wurde bekannt, dass er mit dem Schlosskauf scheinbar ein Geschäft machen wollte. Denn im Konkursantrag wird angegeben, man habe eine Zusage für den Weiterverkauf um 2,5 Millionen Euro gehabt, was nicht zustande kam. Daraufhin versuchte man, das Schloss anders zu verwerten oder zu verkaufen. Zuletzt wollte man für einen Teil des Parks eine Sonderwidmung für eine Seniorenresidenz erreichen. Weiters heißt es im Konkursantrag: "Der wirtschaftliche Zusammenbruch kam mit den Vertretungskosten in einem verlorenen Gerichtsverfahren im Zusammenhang mit der Schloss-Sache." Worum es sich dabei handelt, wollte Rossbacher allerdings nicht sagen.








