Arthur Lanzer auf der Klang-Wolke
Landeskapellmeister Arthur Lanzer feiert am Donnerstag seinen 60er. Er war 40 Jahre Militärmusiker.

Foto © KLZ/WeichselbraunMit 18 Jahren ist Arthur Lanzer Kärntens längst dienender Landeskapellmeister. Am Donnerstag wird er 60 Jahre alt
Ein Frühstart war der Auftakt von Arthur Lanzers Musikkarriere. "Ich hatte meine erste Probe mit der Militärmusik. Kapellmeister Sollfelner senkte den Taktstock und ich begann zu spielen - als Einziger." Lanzer musste als Neuling unter dem Gelächter seiner Kollegen lernen, dass diese Kapelle immer einen Tick später zu spielen beginnt, als der Dirigent vorne anzeigt. Nach 41 Jahren als aktiver Musiker kennt Lanzer die Militärmusik aber jetzt in- und auswendig - und geht in Pension.
Nicht aufgeben wird er seine Funktionen in der Blasmusik. Seit 1990 ist der Klarinettist und Saxofonist Kapellmeister der Stadtkapelle Feldkirchen, mit der er bei zahlreichen Wettbewerben die Höchstpunkteanzahl erspielte. Zuvor leitete Lanzer die Kapellen von Liebenfels und St. Veit. Dass die Musiker immer seinem Taktstock folgten, erklärt er so: "Man muss als Kapellmeister Disziplin, Höflichkeit und Kameradschaft zeigen, dann machen Musiker alles mit einem mit, und manchmal sogar mehr." Mehrleistungen zeigt Lanzer auch als Landeskapellmeister, dieses Amt im Kärntner Blasmusikverband hat er 1995 übernommen. Als solcher organisiert er Wettbewerbe und Musikertreffen - bei denen er die Ehre hat, viele Kapellen gleichzeitig zu dirigieren. "Da spüre ich immer, wie eine Wolke aufgeht und der Luftzug der bis zu 4000 Musiker mich mitreißt. Das ist ein irrsinniges Klangerlebnis."
Von Musik kann der 60-jährige Klagenfurter noch immer nicht genug kriegen. Er besuchte die Musikschule, als man dort noch "abgerichtet" wurde, spielte mit 13 die erste Tanzmusik und nahm unzählige Stücke für das Radio auf. Und trotzdem, auch wenn er zum "x-tausendsten Mal" die Bundeshymne spielt, "klingt sie wieder ein bisschen anders und ist noch immer schön".








