"Stop S 37" leuchtet gegen Transit
250 Aktivisten der St. Veiter Bürgerinitiative "verkehrt" demonstrierten gegen Ausbau der Schnellstraße S 37. Enorme Feinstaubbelastung befürchtet.
Wir wollen keinen Ausbau der Schnellstraße S 37 zur Autobahn oder Transitroute! Wir sind eine von 16 Bürgerinitiativen zwischen Judenburg und Maria Saal. Und wir sind insgesamt gut 20.000 Menschen, die nicht wollen, dass hier eine Transitroute entsteht!", informiert Judith Danner als Obfrau von "verkehrt - Bürgerinitiative gegen den Transit".
Spenden. Alleine diese in St. Veit/Glan beheimatete Bürgerinitiative verfügt über 2000 unterstützende Mitglieder. Am Montag folgten mindestens 250 Menschen dem Aufruf dieser Initiative, um ab 17 Uhr den "Toni-Acker" bei Breitenstein an der S 37 zu beleuchten: Die Aktivisten bildeten, für Autofahrer gut sichtbar, mit brennenden Kerzen ein "Stop S 37" gegen den Ausbau der Schnellstraße. Für jede Kerze zahlten die Demonstranten übrigens einen Euro, den Reinerlös spenden die Transitgegner für "Nachbar in Not!
Feinstaubbelastung befürchtet. Die Aktivisten befürchten bei Straßenausbau und steigendem Verkehr eine enorme Feinstaubbelastung. "Das Klagenfurter Becken und der Raum St. Veit sind schon jetzt Luftsanierungsgebiete. Wenn die Autobahn kommt, werden regionale Autofahrverbote genauso kommen wie Verbote zum Beheizen von Kachelöfen, um das Staubproblem in den Griff zu bekommen!", warnt etwa Franz Kerschbaumer, stellvertretender Obmann von "verkehrt". Organisiert wurde die Aufsehen erregende Aktion von Annette Hochsteiner-Lemisch (41). Ihr Bauernhof wäre vom Ausbau der S 37 betroffen. "Der Hof existiert seit dem 12. Jahrhundert. Er würde durch den Ausbau zerstört werden", erklärt Hochsteiner-Lemisch.
Weitere Aktionen geplant. Menschen aller Altersgruppen und aller sozialen Schichten trotzten den Minusgraden, um ein Zeichen gegen den drohenden Transitverkehr zu setzen. Weitere Aktionen werden folgen. In Friesach bereitet die dortige Bürgerinitiative ihre Kandidatur für den Gemeinderat vor, bis 27. Jänner können noch weitere Bürgerinitiativen ihre Kandidatur in den jeweiligen Gemeinden bekannt geben.
Kein Ausbau. "Laut Auskunft der Asfinag befahren derzeit 24.000 Pkw und Lkw pro Tag die S 37. Nach dem Vollausbau sollen es 47.000 Fahrzeuge sein", schlagen Danner und ihre Aktivisten Alarm. "Wir wollen den Ausbau der S 37 nicht, wir wollen nicht einmal in die Situation kommen, die Umweltverträglichkeitsprüfungen zu begleiten", betont Danner. "Wir fordern von der Politik eine Rücknahme der Klagenfurter Schnellstraße in Landeskompetenz!"
Fakten
und 20.000 unterstützende Mitglieder setzen sich gegen den Ausbau der Schnellstraße S 37 zwischen Klagenfurt und Judenburg ein.
Forderungen. Keine dritte Transitroute durch Kärnten; Beachten der Alpenkonvention, die eine Autobahn über den Neumarkter Sattel verbietet; Herausnahme der Strecke Klagenfurt - Scheifling (S 37 und S 36) aus dem hochrangigen Straßennetz; Verkehrssicherheit und Anrainerschutz auf der bestehenden Strecke; etc.
Infos. st.veit@verkehrt.info








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