Hochosterwitz: "Kein Rückgang zu verzeichnen"
Lokalaugenschein bei dem wieder geöffneten Fußweg auf der Burg Hochosterwitz. Besucher lassen sich von dem Felssturz nicht abschrecken, nur bei wenigen geht ein mulmiges Gefühl mit.

Foto © KLZ/Lisa Holzfeind
Der Fußweg auf die Burg Hochosterwitz ist nach dem Felssturz, der fünf teils Schwerverletzte forderte, jetzt wieder geöffnet. Ein Lokalaugenschein zeigte am Dienstag: Nach wie vor kommen viele Besucher, um die Burg zu besichtigen. Die meisten lassen sich von dem Vorfall nicht abschrecken, bei dem einen oder anderen ist jedoch ein mulmiges Gefühl mit dabei.
"Ein bisschen unwohl fühle ich mich schon. Trotzdem muss ich auf die Burg, weil ich dort eine Handwerkstätte betreue und zudem die Abflussrinnen am Weg reinige", so Klaus Franz Kraml. Dagmar Vogel, Reiseleiterin einer Gruppe aus Sachsen, hat von dem Zwischenfall gehört, äußert aber keine Bedenken: "Die Zuständigen haben das Gelände gewiss gut gesichert." Auch eine Familie mit drei Kindern trat ohne Zweifel den Fußweg zur Burg an.
62 Tickets in einer Stunde
Was die Besucherfrequenz angeht, merkt Kassiererin Susanna Peternell seit dem Vorfall keinen Rückgang. Am Dienstag waren in einer Stunde bereits 62 Tickets verkauft. Dass der Lift öfters genutzt wird, um den Fußweg zu meiden, kann der Zuständige, Martin Steindorfer, nicht bestätigen: "Mir wäre keine Veränderung aufgefallen. Besucher aus dem Ausland wissen meistens gar nicht, was passiert ist." Im Burg-Restaurant habe man allerdings schon einen Besucherrückgang bemerkt, so Marina König: "Wahrscheinlich haben die Leute Angst. Allerdings kann so etwas woanders auch passieren."
An der Unglücksstelle wurde mittlerweile der Felsen abgeklopft, die dabei beschädigte Burgmauer wieder hergerichtet.









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