Großer Bahnhof für Sabine
150 St. Georgener bereiteten Sonntagnacht Snowboard-Juniorenweltmeisterin Sabine Schöffmann einen herzlichen Empfang.
27 Stunden hat die Heimreise von Japan an den Längsee gedauert. Einigermaßen gerädert kletterte Sabine Schöffmann aus dem Auto ihres Vaters, der sie vom Flughafen in München abholte. Vor dem Seegasthaus Längsee warteten rund 150 St. Georgener, die Jugendblasmusik und Bürgermeister Konrad Seunig, der kam nicht mit leeren Händen. Torte, eine Zypresse (Lebensbaum der Weltmeisterin), ein Finanzbaustein für die weitere Karriere und jede Menge Lob warteten auf die Snowboarderin.
Hand gebrochen. "Ich habe mir im Achtelfinale beim Riesentorlauf-Parallelslalom an einem Tor den Mittelhandknochen der linken Hand gebrochen. Das hat mich aber nicht weiter gestört. Schmerztabletten, einen Verband vom Trainer und ich habe gewonnen, erzählt das sympathische Girl. Bei der Weltmeisterschaft konnte die 16-Jährige erstmals ÖSV-Konkurrentin Ina Meschik bezwingen. Dass es im Slalom noch zu Bronze reichte, war für Sabine nur Draufgabe. "Wenn du schon Gold hast, dann fährst du locker", sagt die Gymnasiastin aus Stams.
Ziel erreicht. Mit dem Sprung in den ÖSV-B-Kader hat Sabine heuer ein weiteres großes Saisonziel erreicht, Olympia in Vancouver könnte aber zu früh kommen. "Das ist für mich noch kein Thema", will sich die 17-Jährige keinen Druck auferlegen. Sabine, die Schulsprecherin in Stams ist, feierte nur kurz im Kreis der Fans. Schon gestern saß sie wieder im Auto Richtung Schule. Jetzt heißt es für die Vorzugsschülerin schulisch Gas zu geben.
Begeisterung. Restlos begeistert waren neben Kelag-Marketingchef Werner Pietsch und Günter Leikam (Askö) auch Fritz Grabner, Sprecher der Ortsgemeinschaft Drasendorf: "Wir sind keine 200 Einwohner und haben jetzt eine Weltmeisterin. Sabine, wir sind so stolz auf dich!"









