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    Zuletzt aktualisiert: 19.11.2011 um 20:19 UhrKommentare

    Menschliche Baustellen beim Burgbau zu Friesach

    Renate Jernej und Gertrud Pollak arbeiten seit drei Jahren auf der Burgbaustelle in Friesach. Jetzt droht den Wissenschaftlerinnen die Kündigung.

    Renate Jernej

    Foto © PhinoRenate Jernej

    "Ihr Frauen da draußen gehört engmaschig gehalten' hat mich Bürgermeister Josef Kronlechner wissen lassen." Renate Jernej macht ihrem Ärger Luft. Was das bedeutet, wissen die am Burgbau führend beteiligten Frauen nun: "Bauleiterin Gertrud Pollak und unsere Öffentlichkeitsarbeiterin Silke Notsch haben ihre Kündigung bekommen", so Historikerin Jernej. Ihr blieb das erspart, weil sie Betriebsrätin ist.

    Jernej und Pollak haben das Projekt, mit mittelalterlichen Methoden eine Burg zu bauen, entwickelt. "Jetzt passen mir einigen Herren nicht mehr ins Konzept", sagt Jernej. Nachdem mit 1. Dezember Hans Steiner durch den Ziviltechniker Jürgen Freller als Geschäftsführer ersetzt wird, geht das Köpferollen in der Burgbau GmbH weiter. Friesachs Bürgermeister Kronlechner relativiert seine Aussage: "Ich habe mit engmaschig die Vorgabe klarer Richtlinien gemeint, sonst nichts. Ich habe einen einstimmigen Beschluss des Stadtrates vollzogen. Wir hatten als Bauherr den Eindruck, dass die drei Säulen des Projekts - Archäologie, Tourismus, Beschäftigung von Langzeitarbeitslosen - ungleich gewichtet waren" sagt Kronlechner.

    Dass neben der Burgbaustelle eine menschliche Baustelle entstanden sei, bestreitet er: "Jernej hat hervorragend gearbeitet. Sie wird ihrem Aufgabenbereich entsprechend weiterbeschäftigt." Helmut Khom (FPK), zuständig für die Bewerbung des Projekts, gibt sich selbstkritisch. "Aber wir haben es als Gemeinde verabsäumt, genaue Aufgabenbereiche und Regeln zu definieren. Wir haben die Mädels hochgejubelt, dann haben sie sich nichts mehr sagen lassen," sagt Khom. "Wir haben alle Bauziele erreicht. Heuer hatten wir 15.000 Besucher, das sind zehntausend mehr als die Machbarkeitsstudie prognostiziert hat", so Jernej. Sie vermutet, dass das mit 6,5 Millionen Euro dotierte Projekt in der männerdominierten Bauwirtschaft Begehrlichkeiten weckt.

    Das dementiert der wissenschaftliche Betreuer, Johannes Grabmayer (Uni Klagenfurt): "Die Historikerinnen und Funktionäre der Stadt hatten Probleme miteinander. Ich war als Mediator unterwegs, bin aber gescheitert." Grabmayer bot Jernej an, sie aus der Schusslinie zu nehmen und weiter im Projekt zu beschäftigen. Ob Jernej einen Fehler gemacht hat, der zur Eskalation geführt hat? "Nein! Unser Fehler war es, als selbstbewusste und selbstbestimmte Frauen aufzutreten."

    PHILIPP NOVAK

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