Jakobuskirche, Deutsch-Griffen
Die Pfarrkirche St. Jakobus d. Ä. in Deutsch-Griffen ist eine der wenigen vollständig erhaltenen Wehrkirchen des Mittelalters.
Foto © KK Jakobuskirche
Die Pfarrkirche St. Jakobus d. Ä. erhebt sich auf einem Hügel, der in das Griffnertal hineinreicht. Die Wehrkirche bildet mit dem Treppenaufgang, der Wehrmauer und dem Karner eine malerische Baugruppe, die den Ort eindrucksvoll überragt. Der überdachte Stiegenaufgang hat ehemals das Pfarrhaus direkt mit der Kirche verbunden.
Vom Pfarrhof am Fuße des Hügels führt die überdachte Stiege bis an die Wehrmauer der Kirchenanlage.
Die den Friedhof umgebende Mauer verläuft in unregelmäßiger Führung entlang des Abhanges und erreicht an der Westseite eine Höhe von 3,80 m, sowie eine Stärke von 80 cm. Hier sind noch zwei Schlüsselschießscharten erhalten. Beim Bau einer Straße mussten die untersten Stufen entfernt werden, so dass es heute nur noch 178 sind.
Der Überlieferung nach hat dem Kirchenhügel einst ein Schloss gegenübergelegen. Um 1800 soll mit den Steinen des abgerissenen Schlosses das jetzige Pfarrhaus errichtet worden sein. Die frühgotische Friedhofskapelle (Karner) ist dem hl. Oswald geweiht. Der achteckige Bau besitzt zwei dreiseitige Aspiden mit gotischen Fenstern und ein Zeltdach. Das ehemalige Beinhaus ist mit der Friedhofsmauer verbunden.
Die Pfarrkirche St. Jakobus d. Ä. (erstmalig erwähnt im Jahre 1157) ist eine der wenigen vollständig erhaltenen Wehrkirchen des Mittelalters. Die reichen Freskenzyklen haben einen hohen Stellenwert innerhalb der Wandmalerei der Mitte des 15. Jahrhunderts. Durch ihre überaus qualitätvolle Ausführung und ihren guten Erhaltungszustand können sie auch dem heutigen Betrachter ihre religiösen Anliegen anschaulich vermitteln.
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