Amok-Lenker mit 13 Schüssen gestoppt
"Stalker" flüchtete nach Anzeige Donnerstag Früh in Schlangenlinien vor der Polizei. Erst platte Reifen brachten den Rosentaler (48) zum Stehen.

Foto © RauchenwaldDer Villacher konnte nach einer wilden Verfolgungsjagd gestoppt werden
Er lenkte seinen alten Mercedes immer wieder auf die linke Fahrbahnseite oder vollführte Schlangenlinien. Auf diese gefährliche Weise versuchte Donnerstag ein Rosentaler (48) aus Ludmannsdorf auf Gemeindestraßen südwestlich von St. Veit, mehrere Polizeiautos abzudrängen.
Stalker. Auslöser für die Amokfahrt war die Anzeige einer Frau aus dem Glantal gewesen. Der 48-Jährige hatte sie seit Wochen telefonisch belästigt; in der Nacht auf Donnerstag begehrte der "Stalker" Einlass in ihr Haus. "Die Frau hat ihm nicht aufgemacht", so Fina. "Gegen 7.30 Uhr alarmierte sie die Polizei St. Veit, da der Mann in seinem Auto saß und ihren Pkw blockierte, sodass sie nicht wegfahren konnte."
Aggressives Verhalten. Als die Polizisten den Rosentaler kontrollieren wollten, verhielt er sich aggressiv, sperrte sich im Auto ein und fuhr davon. Verstärkung wurde angefordert, sechs Streifen waren hinter dem Amoklenker her. Mit seiner Zick-Zack-Fahrweise beschädigte er einen Streifenwagen schwer. Als er auf einen Acker flüchtete und ihn ein Polizei-Geländeauto verfolgte, rammte er dieses mit seinem Pkw und fuhr wieder auf die Straße. Es folgten die Schüsse auf alle vier Reifen des Mercedes.
Polizeibekannt. Der Mann fuhr auf den Felgen weiter. In Karnburg drängte ihn ein Polizeiauto von der Straße so über die Böschungskante ab, dass der Amokfahrer anhalten musste. Der Mann wurde ins Zentrum für Seelische Gesundheit am LKH Klagenfurt eingeliefert. Er ist bereits polizeibekannt und hat etliche Verwaltungsstrafen offen.
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