In Erinnerung an den Amtmann
In vierter Generation hält Familie Feichtinger Glödnitzer Amthof in Ehren.
Einst führte eine stark frequentierte Poststraße durch Glödnitz. Denn über die Flattnitz gelangte man in der Römerzeit von Virunum nach Salzburg. Durch eine Schenkung Arnulfs von Kärnten geht 898 das Gebiet "alpes glodnizze", auf den Edlen Zwentibolch über. Er war Ahnherr der Hemma von Gurk. Um 1400 entstand der Amthof außerhalb von Glödnitz. In vierter Generation gehört er der Familie Feichtinger.
Hier wirkte über Jahrhunderte der Amtmann vom Glödnitzamt. Er war für das Einsammeln der Abgaben zuständig und teilte die Robotarbeit ein. Er sorgte als Dorfrichter für Ruhe und Ordnung. Wilhelm Feichtiger, der im Amthof aufgewachsen ist, erinnert sich an Erzählungen seiner Großmutter. "Besonders angetan hat es mir ein Gang, der vom Keller des Amthofes unterirdisch zum Glödnitzer Karner geführt haben soll. Leider durften wir Kinder nie hinein." Die Kirchenstube im Amthof hält Familie Feichtinger noch in Ehren, sie erinnert an die Kirche, die am Hof gestanden sein soll.
Brigitte Rainer ist freie Journalistin und unternimmt für die "Kleine Zeitung" Streifzüge durch St. Veit. E-Mail: rainer.brigitte@utanet.at













