Arbeitslose: Nur das Gailtal unterbietet St. Veit
Arbeitslosenquote im Bezirk von 6,5 Prozent nur vom Gailtal unterboten. Im Schnitt waren im Vorjahr um 59 Personen weniger arbeitslos als 2005.

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Stellenanzeigen durchforsten, Bewerbungen schreiben und beim Arbeitsamt Schlange stehen: Für arbeitslose Menschen, die auf der Suche nach einem neuen Job sind, gehört das zur täglichen Routine. Im Bezirk St. Veit ist laut Günter Krassnig, Regionalstellenleiter des Arbeitsmarktservices (AMS), "vorsichtiger Optimismus" angesagt. Denn 2006 waren im Schnitt um 3,9 Prozent weniger Menschen arbeitslos als noch im Jahr davor.
Statistik. Kärntenweit liegt der Bezirk St. Veit im Jahresschnitt mit einer Arbeitslosenquote von 6,5 Prozent nach Hermagor an zweiter Stelle (siehe Grafik). "Durchschnittlich waren 1466 Personen ohne Beschäftigung, das sind um 59 weniger als im Jahr 2005", sagt Krassnig. Zu erkennen war dabei der positive Wirtschaftsaufschwung ab dem zweiten Halbjahr. "Generell sieht es so aus, dass sich dieser positive Trend 2007 fortsetzen wird", sagt der Arbeitsmarkt-Experte. Allerdings, räumt Krassnig ein, sei die geringe Arbeitslosenquote im Dezember vor allem auf die warme Witterung zurückzuführen: "Der Großteil des Rückgangs ist bei den Männern im Bau- und Metallgewerbe sowie in der Industrie festzustellen." Ebenfalls positiv hat sich der Lehrstellenmarkt entwickelt. Im Vergleich zum Jahr 2005 gab es ein Plus von 30 offenen Lehrstellen. Somit gab es im Jahresschnitt mit 106 Lehrplätzen um 39,5 Prozent mehr als 2005.
Ausbildungsniveau heben. Noch immer Schwierigkeiten am Arbeitsmarkt haben jedoch Wiedereinsteigerinnen. Deshalb liegen die Schwerpunkte für das AMS weiterhin in der Förderung von Frauen, für die 60 Prozent der Fördergelder aufgewendet werden. Ein weiterer Fokus liegt in der Aus- und Weiterbildung von Jugendlichen bis 25, älteren Arbeitslosen und Langzeit-Beschäftigungslosen. Mit diesen Kursen und Weiterbildungsangeboten soll das Ausbildungsniveau gehoben werden. "Denn es ist noch immer so, dass der höchste Anteil an Arbeitslosen bei jenen liegt, die maximal den Pflichtschulabschluss haben", sagt Krassnig. Für ihn sei wesentlich, dass ein positiver Trend da sei, mit dem die Chancen steigen, schneller wieder in den Beschäftigungsprozess eingegliedert zu werden.
Features
Arbeitsmarkt
Vorgemerkte Arbeitslose: Im Jahresschnitt 2006 waren 1466 Personen arbeitslos.
Davon waren 251 Personen im Alter bis 24 und 228 Personen waren 50 Jahre und älter.
Ausbildungsniveau: Die höchste Arbeitslosigkeit gibt es bei Menschen, die nur den Pflichtschul- abschluss haben. Im Bezirk betrug die Anzahl dieser Personen im Vorjahresschnitt 554.
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Eingleiderung
Das Ziel des AMS ist es, Arbeitslose so rasch wie möglich wieder in den Erwerbsprozess einzugliedern. Laut AMS-Regionalstellenleiter Günter Krassnig zeige die Erfahrung, dass innerhalb von drei Monaten mehr als 60 Prozent der Beschäftigungslosen mithilfe von Qualifikations-
maßnahmen wieder eine Arbeit finden.














