Elektro-Auto aus Bio-Kunststoffen
Land Kärnten sichert dem Wood-Kompetenzzentrum Finanzierung.

Foto © PhinoEdith Zikulnig-Rusch und Herfried Lammer mit dem Bio-Auto
ST. VEIT. Das Wood Carinthian Competence Center (W3C) in St. Veit arbeitet an ökologisch verträglichen Alternativen für faserverstärkte Kunststoffe aus ausschließlich nachwachsenden Rohstoffen und ist damit eine der größten außeruniversitären Forschungseinrichtungen Kärntens. "Bis 2014 stellt das Land jährlich 225.000 Euro zur Basisfinanzierung der nachhaltigen Forschungstätigkeit bereit". Das sicherte Finanzlandesrat Harald Dobernig am Mittwochvormittag in Glandorf zu.
Herfried Lammer (Bereichsleiter W3C) hob die gute Vernetzung mit Kärntner Unternehmen hervor, so sind FunderMax, Tilly Holzindustrie oder Mondi-Frantschach Forschungspartner und Auftraggeber. "Schwerpunkt der Forschungstätigkeit ist die Entwicklung von Verbund-Werkstoff-Kombinationen aus nachwachsenden Rohstoffen. Solche Biokunststoffe aus Holz und Hanf sollen Leichtbaukarosserien im Automobilbau ermöglichen" sagte Lammer.
Gemeinsam mit dem slowenischen Autobauer "Oprema Ravne" wurde in St. Veit ein Kleinwagen vorgestellt, dessen Karosserieteile teils aus "Biokunststoffen" gefertigt sind. "Ziel war es, ein Elektroauto zu bauen, dass ohne Batterie und Insassen weniger als 400 Kilo wiegt und 150 Kilometer Reichweite erreicht", umriss Lammer das Projekt. Der Einsatz von Naturwerkstoffen soll mittelfristig helfen, am Automobilsektor Kleinserien lukrativ und ökologisch verantwortungsbewusst auf den Markt bringen zu können.














