Der Bergfried blüht bald wieder auf
Im Zuge der Sanierung wird Friesacher Wahrzeichen auch wissenschaftlich untersucht.

Foto © SteinmetzDer Bergfried ist derzeit in ein weißes "Kleid" gehüllt
Als Jahrhundertprojekt hatte es Martha Winkler, Obfrau des Friesacher Stadtverschönerungsvereines, bezeichnet. Und dieses Jahrhundertprojekt ist derzeit in vollem Gange - nämlich die Sanierung des Bergfriedes auf dem Petersberg. Im Zuge der Sanierung wird der Turm auch bauhistorisch untersucht.
Im Juli wurde mit den Bauarbeiten begonnen, bis Oktober sollen diese abgeschlossen sein. Durchgeführt wird die Sanierung, deren Kostenpunkt bei 360.000 Euro liegt, von der Restaurierungswerkstatt Zottmann, die sich ausschließlich mit der Denkmalpflege beschäftigt. Auf dem Gerüst des 28 Meter hohen Turmes stehen demnach Bildhauer und akademische Restauratoren. "Die Herausforderung dabei ist es, den historischen Bestand so gut es geht zu bewahren", sagt Geschäftsführer Gerhard Zottmann.
Die genaue Ermittlung dieses Bestandes ist die Aufgabe von Ronald Woldron. Der Bauforscher untersucht die Fassade des Bergfriedes, der genau genommen ein bergfriedartiger Kapellenturm ist, Zentimeter für Zentimeter. "Durch Untersuchungen der Bausubstanz kann man die einzelnen Bauabschnitte teilweise auf ein halbes Jahr genau bestimmen", sagt Woldron. Aus der Substanz konnte er auch "herauslesen", dass der Bergfried einst von einem "Holzbalkon" umrundet wurde. Nachdem dieser zwei Mal, um 1300 und im 15. Jahrhundert, abgebrannt war, wurde er entfernt.














